26 % hören Podcasts – Wann und wobei genau? | Podcast

  • Ideale Länge liegt für Hörer im Durchschnitt bei 13 Minuten
  • Mehrheit hört Folgen nicht komplett
  • Hörertrend zunehmend

Innerhalb der letzten drei Jahre (seit Bestehen unseres Haus-Podcasts #Onlinegeister) ist laut der letzten Bitkom-Studien die Podcast-Zuhörerschaft in Deutschland von 14% (2016), auf 22 % (2018) und zuletzt auf 26% (2019) angestiegen. Kann das Zufall sein? 😉

2019: Hören Sie hin und wieder Podcasts?

Podcasts sind weiter auf dem Vormarsch: Jeder vierte Bundesbürger (26 Prozent) gibt an, solche digitalen Radioshows zu hören – im Vorjahr waren es 22 Prozent. Das ist das Ergebnis einer repräsentativen Umfrage unter mehr als 1.000 Personen ab 16 Jahren im Auftrag des Digitalverbands Bitkom. So hört jeder Elfte (9 Prozent) mindestens wöchentlich Podcasts, weitere 9 Prozent mindestens einmal im Monat.

Vor allem Jüngere greifen gern auf Podcasts zu. Mehr als jeder Dritte zwischen 16 und 29 Jahren (35 Prozent) gibt dies an. Die überwiegende Mehrheit der Bundesbürger ist hingegen noch nicht auf den Geschmack gekommen: 70 Prozent der Befragten hören nach eigenen Angaben nie Podcasts.

Themen: Nachrichten, Film, Fernsehen, Sport, Comedy

Besonders beliebt bei Podcast-Hörern sind die Themen:

  • Nachrichten und Politik (45 Prozent),
  • Film und Fernsehen (41 Prozent),
  • Sport und Freizeit sowie Comedy (jeweils 38 Prozent)
  • 33 Prozent hört gerne Musik-Podcasts,
  • dicht gefolgt von Wissenschaft (29 Prozent) und
  • Bildung (28 Prozent).

Dauer: So lang sollten Podcasts sein

Bei der Dauer eines Podcasts favorisiert die Mehrheit der Hörer eher kurze Shows.

  • 49 Prozent meint, dass ein Podcast idealerweise zwischen 5 und 10 Minuten sein sollte,
  • 24 Prozent mögen Sendungen mit einer Länge zwischen 10 und 15 Minuten,
  • Für 7 Prozent liegt die bevorzugte Dauer über 60 Minuten,
  • 5 Prozent mögen Podcasts unter 5 Minuten

Der Durchschnittswert liegt bei 13 Minuten. Doch nicht alle Hörer halten auch bis zum Ende der Folgen durch. Nur zwei von Fünf (38 Prozent) sagen: Ich höre Podcasts in der Regel komplett.

Der Social-Media-Podcast von SocialMediaStatistik „Onlinegeister“. In den Interviews, Talks und Keynotes geht es um Trends rund um die digitale Trends, Social Media, Arbeit 4.0 und Startups. Der Podcast ist verfügbar auf Spotify, iTunes, Google Podcasts, bei allen gängigen Podcast-Apps sowie auf der Website www.onlinegeister.com.

2018: 22 % der Bundesbürger hört Podcasts

Jeder fünfte Bundesbürger (22 Prozent) hörte 2018 Podcasts. Im Jahr 2016 waren es erst 14 Prozent. Das ist das Ergebnis einer repräsentativen Umfrage unter 1.006 Personen ab 14 Jahren im Auftrag des Digitalverbands Bitkom.

Alter: Diese Altersgruppen hören gern Podcasts

Die digitalen Radioshows sind beliebte durch Altersgruppen hinweg:

  • 14 und 29 Jahre (30 Prozent) hören Podcasts,
  • bei den 30- bis 49-Jährigen (30 Prozent),
  • 50- bis 64-Jährigen hört jeder Vierte Podcasts (24 Prozent)
  • ab 65 Jahren nur 4 Prozent.

Türöffner in die Podcast-Welt ist für viele das Smartphone, über das sieben von zehn Hörern (74 Prozent) auf die Inhalte zugreifen.

Themen: Comedy, Krimi, Coaching

Die beliebtesten Formate 2018 waren:

  • Comedy
  • Krimi
  • Coaching

2018: Dann und wann werden Podcasts gehört

Ebenso konnte SocialMediaStatistik.de mit Hilfe der Daten erheben, um welche Tageszeit und in welchen Situationen die meisten Podcasts angehört werden.

Die Ergebnisse sind eher wenig überraschend. Uns würde natürlich interessieren wann ihr uns zuhört – deckt sich unsere Zuhörerschaft mit der Mehrheit der deutschen Podcast-Hörer?

Infografik SocialMediaStatistik.de zum Thema podcast uhrzeiten gehoert

Für jeden fünften Podcast-Hörer gehören die Audioinhalte mittlerweile zur täglichen Routine (19 Prozent). Die meisten greifen mehrmals pro Woche (38 Prozent) auf Podcasts zu, 23 Prozent hören sie mehrmals pro Monat. Die beliebteste Tageszeit, um Podcasts zu hören, ist für jeden zweiten Hörer abends (52 Prozent). 20 Prozent hören auch gerne morgens, 13 Prozent mittags und 11 Prozent nachts.

Besonders auf Reisen oder unterwegs greift knapp jeder zweite Podcast-Hörer (49 Prozent) auf das Medium zu. 37 Prozent hören beim Putzen und Aufräumen Podcasts, 35 Prozent zum Einschlafen. Beim Sport greifen 27 Prozent auf die Inhalte zu, die Langeweile vertreiben sich 16 Prozent damit.

#Onlinegeister-Podcast: Was sind eigentlich Podcasts?

Diesmal werden wir meta (und bringen die Hobbits nach Isengard?): Was ist eigentlich Podcasting? Damit es aber kein Selbstgespräch wird, haben wir Katharina Rapp von Voice Republic eingeladen – laut eigener Aussage der Heimat des gesprochenen Wortes. Wie gefährlich ist Podcasting? Wie geil ist Podcasting? Darum geht es.

Gleichzeitig haben wir unser Weihnachtsgewinnspiel aufgelöst: Für die neuen Preise gibt es vier Gewinner – also bekommt jeder etwas doppelt. Herzlichen Glückwunsch an alle Teilnehmer!

Was ist Podcasting?

Dazu ist erstmal eine Definition nötig. Auf der Website vom Radiosender MDR Kultur (ehem. MDR Figaro) wird Podcast wie folgt definiert:

“Der Begriff Podcast setzt sich aus dem Namen des verbreiteten MP3-Players „iPod“ und dem englischen Wort Broadcast (Senden) zusammen. […] [über RSS-Feeds, Anm.] kann ein Inhalt aus dem Internet abonniert werden und eine Software sorgt für die ständige Aktualisierung. Bei Podcasts werden aber nicht Textmeldungen verbreitet, sondern Audio- oder Videodateien.”

Genau darum geht es auch: Ums Sprechen und Erzählen. Podcast ist Radio. Doch man kann nur wenig falsch machen. Entweder ich habe etwas zu sagen oder nicht. Hürden und Stolpersteine gibt es natürlich viele: Ich habe keine Ahnung von der Technik, kann nicht moderieren o.ä. Doch das lässt sich alles lernen. Hier verweise ich auch auf den Mitschnitt zu meinem Spezialseminar bei der HSB-Akademie zu Podcasting.

Um urheberrechtliche Verletzungen zu vermeiden verweise ich auf Folge 2 zu Creative Commons.

Wie toll ist Podcasting?

Hier kommen natürlich persönliche SIchtweisen dazu, aber es gibt viele Unterstützer von Podcasts. Es gibt sogar einen deutschen Verein zum Thema. Unter www.podcastverein.de kann man sich informieren oder beim deutschen Podcast-Barcamp, dem podcamp, sogar weiterbilden.

Denn laut einer Bitkom-Studie hört inzwischen jeder siebte Deutsche regelmäßig Podcasts. Die Zukunft von Podcasts scheint somit gesichert. Die Zahlen beeindrucken auch insofern, als dass sie beweisen, dass Podcasts kein reines Nischenprodukt mehr sind. Es gibt Podcasts mit Themen wie der aktuellen Tagespolitik bis zu Kochtipps oder Filmkritiken.

Weitere Shownotes

Podcasting — #Onlinegeister Nr. 9 (Social-Media-Podcast)

Onlinegeister hören und abonnieren über ... iTunes! Onlinegeister hören und abonnieren! Die Onlinegeister und deren Helfer unterstützen! Onlinegeister hören und abonnieren über ... VoiceRepublic!Onlinegeister hören und abonnieren über ... RSS-Feed!

Tumblr: 83 % Reblogs | Podcast + Infografik

  • Studie ergab: deutscher Tumblr-Content zu 16 % originaler Content
  • Tumblr-Nutzer kommunizieren sehr visuell: Bilder machen Großteil aus
  • 70 % der Nutzer sind gern auf ihrem Dashboard

Der Verkauf von Tumblr an Automattic vor einigen Monaten ist unser aktueller Anlass. Endlich beschäftigen wir uns mit Tumblr! Seit Jahren haben wir es versprochen und jetzt lösen wir unser Versprechen ein! Der Text basiert in Teilen auf meiner Master-Arbeit.

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Weekly Virals No. 18 | Podcast

Was bewegt das Netz? Worüber sprechen die User? (Fast) wöchentlich stellen wir Euch unsere persönlichen Highlights aus dem Social Web vor.

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Was ist das Darknet? | Podcast

  • Darknet ist ein geschützter und verschlüsselter Teil des Internets
  • Um ins Darknet zu gelangen braucht man spezielle Software wie den TOR-Browser
  • Das Darknet hat laut Journalist Mey drei Gesichter: illegale Einkaufsmeile, Verbrechen, Politik

Im Darknet geht es um Drogen, Prostitution und Politik. Doch geht nur darum? Ist das Darknet nicht aus noch mehr? Mit Darknet-Guide “Wie kann ich Whistleblower werden?” und Interviewgast; dem freien Journalisten Stefan Mey (u.a. bekannt aus ZDF, Ärzteblatt, taz, golem.de). 

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UPDATE ZU TikTok: 8 Millionen Downloads und eine Frage | Podcast + Infografik + Analyse

UPDATE: TikTok selbst hat sich auf unseren Beitrag hin gemeldet. Wir haben einige Korrekturen vorgenommen und die Macher zum Interview eingeladen. Wir halten euch auf dem Laufenden!

  • TikTok hatte 2018 über 8 Millionen Downloads in Deutschland
  • Mutterkonzern Bytedance wirbt aktuell massiv für die App; unter anderem bei Snapchat
  • Bytedance ist staatstreues Unternehmen auf Linie mit der kommunistischen Partei Chinas

“Das ist Snapchat als Mini Playback Show” – so beschreibt unser Redakteur Christian die Social-Media-App TikTok. Was ist dran? Woher kommt der Hype und wie gefährlich ist die App made in China?

Infografik: Wieso reden alle über TikTok?

Das lässt sich einfach beantworten, denn die App ist einfach sehr beliebt: Der größte Markt ist Indien mit über 119 Milllionen Downloads im Jahr 2018; gefolgt von den USA mit 39,6 Millionen Downloads, der Türkei mit 28,4 Millionen Downloads, Russland mit 24,3 Millionen Downloads und Deutschland mit 8,8 Millionen Downloads.

infografik-tiktok-downloads

Der Shit is hot – wirklich? Denn von den fast 9 Millionen Downloads sind lediglich etwas mehr als 4 Millionen Nutzer auch wirklich aktiv, wie unsere Premium-Infografik Social-Media-Universum weiß. Weniger als die Hälfte der Installationen werden also auch aktiv genutzt. Das sollte nicht überraschen, denn Schwund ist immer da. Es sollte aber auch zu Denken geben.

Warum ist TikTok so beliebt!?

Ein Grund für diesen starken Erfolg vor allem bei den Downloads sind TikToks bzw. Bytedances massive Werbeausgaben für die App. Unter anderem wird bei der direkten Konkurrenz, darunter Snapchat, Werbung geschaltet. Die Unternehmen machen da auch mit.

Ist TikTok fragwürdig?

Es stellt sich also die Frage: Wie vertrauenswürdig ist TikTok?

Wenn selbst die Stars TikTok meiden?

Lisa und Lena sind die beliebtesten TikToker – nein, waren. Im April 2019 haben sie ihr Konto gelöscht (Stand 32 Mio. Abonnenten) – u.a. weil ihnen die App zu unsicher geworden sei. Die Zwillinge hatten frühen Erfolg beim TikTok-Vorgänger Musical.ly, welcher 2017 aufgekauft und 2018 in TikTok integriert wurde. Und nun alles aufgeben? Einfach so passiert das sicher nicht.

Jugendgefährdender Betreiber auf kommunistischer Staatslinie?

TikTok wurde im März 2019 erst wegen Verstößen gegen Kinder-/Jugendschutz in den USA zu 5,7 Mio. USD Strafe verurteilt (wir berichteten in den Hausmeistereien vom März 2019).

KORREKTUR:

TikTok hat uns darauf hingewiesen, dass die Strafe für den Vorgänger-Dienst musical.ly ausgesprochen wurde und nicht für TikTok.

/ KORREKTUR

TikToks Mutterkonzern ByteDance hat sich in Person von CEO Zhang Yiming 2018 dazu verpflichtet, den „four consciousnesses” von Chinas Staatschef Xi Jinping gerecht zu werden: dazu gehört auch die „correct guidance of public opinion“ – also die korrekte Führung der öffentlichen Meinung.

KORREKTUR:

TikTok bat uns anzumerken, dass innerhalb Chinas TikTok nicht genutzt wird, sondern der Dienst Douyin. TikTok-Daten werden außerdem nicht in China gespeichert, sondern auf AWS-Servern von Amazon Web Services.

TikTok hat uns außerdem folgendes Statement geschickt:

„Unsere App ist ab 13 Jahren. Es ist uns sehr wichtig, dass unsere Nutzer ein positives Erlebnis mit der App haben. Dafür haben wir verschiedene Sicherheitsmaßnahmen: Jeder Nutzer hat die Möglichkeit, das eigene Profil auf ‚privat‘ zu stellen, damit eigene Inhalte nur mit ausgewählten Nutzern geteilt werden. Außerdem bietet TikTok einen eingeschränkten Anzeigemodus von Inhalten sowie eine individuelle Filterfunktion für Kommentare. Wir haben zudem ein Sicherheitszentrum eingerichtet. Darüber hinaus hat TikTok innerhalb der App weitreichende Meldefunktionen. Unsere Technologien überprüfen ständig alle hochgeladenen und geteilten Inhalte. Inhalte werden außerdem durch unser engagiertes Moderatorenteam gesichtet, das unangemessene Inhalte entfernt und Konten schließt, die gegen unsere allgemeinen Geschäftsbedingungen und damit auch gegen unsere Community Richtlinien verstoßen.“

Zum Sicherheitszentrum geht es hier:

Sicherheitszentrum | TikTok

Die Mission von TikTok besteht darin, Kreativität, Wissen und spannende Momente des alltäglichen Lebens zu erfassen und mit unserer Community zu teilen. Als globale Gemeinschaft, die durch Kreativität wächst, ist es wichtig, dass sich Nutzer in dieser Gemeinschaft sicher und geborgen fühlen.

/KORREKTUR

Doch warum nutzen so viele TikTok und warum ist die App eigentlich nur geklaut?

Alles nur geklaut? Wie funktioniert TikTok?

TikTok ist aktuell DIE Jugend-App: Mach ein Video von dir wie du singst oder Witziges machst und stell es online – eigentlich sehr simpel.

So simpel, so bekannt und schonmal gemacht. Denn eigentlich ist alles schon altbekannt bzw. hat TikTok viele Funktionen einfach von der Konkurrenz übernomme. Der YouTuber Walulis (gehört zu funk) hatte ein eigenes Video zu TikTok gemacht und die App satirisch analysiert:

Tik Tok: Ist die neue Hype-App gefährlich? | WALULIS

Karaoke in der Tasche: Tik Tok. Klingt doch toll! Einfach mal seine Liebe zu Musik hochladen. Und ein bisschen verrückt sein! Neben dem ganzen witzigen Rum- Karaokieren gibt es allerdings Debatten zur Zensur und Datenschutz. Warum die App dazu auch noch komplett geklaut ist, heute. → Wir sind Teil von funk!

TikTok ist ein Mix aus Instagram (Benutzeroberfläche), YouTube (Videoangebot), Snapchat (Storys, Community, Challenges) und Facebook (soziales Netzwerk). Die App selbst war früher als Musical.ly ja sogar ein komplett anderes Unternehmen und wurde von Bytedance erst aufgekauft.

Analyse: Unsere Meinung zum Thema

TikTok macht Spaß. Das ist der Mehrwert dieser App. Das soll sie auch können, denn die Zielgruppe sind Jugendliche und junge Erwachsene.  Jedoch ist Vorsicht geboten, denn:

Ganz zu schweigen von den chinesischen Wurzeln – die an sich erstmal nichts Schlechtes sein sollen. China ist inzwischen ein Hochtechnologie-Land geworden – jedoch eines unter einer kommunistischen Diktatur besonderer Prägung.

Wir erinnern: TikTok-Mutter Bytedance hat scih Xi Jinpings vier Prinzipien unterworfen, welche unter anderem eine gelenkte öffentliche Meinung beinhalten. Hier sollten für jede westliche Demokratie die Alarmglocken schrillen. Wir behalten die Sache für euch im Auge.

Linktipps

Wer sich stärker mit TikTok beschäftigen möchte, für den haben wir ein paar Lese- und Linktips zusammengefasst:

  • Falco Punch – aktuell beliebtester dt. TikToker (6,3 Mio. Abonnenten)
  • “move2” – TikTok-Account von funk (Tanzchoreografien etc.)
  • DerSeminar” – unser TikTok-Account
  • TikTok: Coole App oder Gefahr? – mit Jannis Schakarian by Game of Phones: https://soundcloud.com/gameofphones/tiktok-coole-app-oder-gefahr-mit-jannis-schakarian
  • “TikTok: Mehr Sicherheit für Kinder” – Shau hin (Initiative von Bundesfamilienministerium, ARD, ZDf, TV Spielfilm): https://www.schau-hin.info/sicherheit-risiken/tiktok-musically-mehr-sicherheit-fuer-kinder/

Quellen und Links

  • https://omr.com/de/tik-tok-top-20-influencer/
  • https://de.statista.com/infografik/16904/anzahl-der-tiktok-downloads-auf-android-und-ios-geraete/
  • http://netzfeuilleton.de/tiktok-nutzer-in-deutschland/
  • vgl. Folge 031 vom Januar (Stats)
  • https://socialmediawatchblog.de/2019/03/18/journalismus-bei-tiktok-1live-wagt-die-ersten-experimente/
  • TikToks “Shoppable Ads” als Einsicht in die Denkweise der Generation Z: https://onlinemarketing.de/news/werbeanzeigen-tiktok-marketingpotential

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Twitters Renaissance? | Podcast

Twitter hat in den letzten Jahren einige fragwürdige Strategien getroffen, hatte keine Nutzer und war zu kompliziert. Im Februar wurde das anders: Ein Interview hat Jack Dorsey sich wieder stärker auf die Kernkompetenzen von Twitter konzentrieren lassen. Neue Geheimwaffe: Threads.

Wieso braucht Twitter eine Renaissance?

Twitter steht aktuell wieder so gut dar wie lange nicht. Doch welche Entscheidungen haben Twitter zu einer Renaissance geholfen – und welche fragwürdigen Taktiken haben es erst nötig gemacht?

Twitter hat fragwürdige Strategien getroffen

Bis 2018 hatte Twitter noch nie Gewinn gemacht – 12 Jahre nach Gründung! Dann erstmals „bescheidene“ 91 Mio. US-Dollar Gewinn 2018 (Quelle Tagesspiegel). Twitter dümpelte jahrelang vor sich hin und niemand wusste so recht was mit dem Mikroblog anzufangen:

  • 2012 Aufkauf von Vine (2017 eingestellt);
  • 2015 Aufkauf von Periscope (aktuell ziemlich unscheinbar)
  • 2016 fast Aufkauf durch Disney (Quelle Business Insider)

Twitter war da, aber keine wollte so richtig was damit zu tun haben.

Twitter hat kaum Nutzer

Laut unserer eigenen Daten im Social Media Universum hat Twitter nur knapp 1,8 Mio. Nutzer. Laut ARD-ZDF-Onlinestudie 2018 nutzen nur 4% wöchentlich bzw. 2,5 Mio. bei 63,3 Mio. Internet-Nutzern in Deutschland (Quelle).

Das ist wenig. International sieht die Lage anders aus:

Im letzten Jahr hatte Twitter Probleme mit den Nutzern. Viele sprangen ab oder kehrten der Plattform anders den Rücken. Das hatte verschiedene Gründe. Twitter hat es im ersten Quartal 2019 geschafft und den Trend gestoppt und sogar rückgängig gemacht. Doch wie? Welche Gründe gab es?

Twitter ist kompliziert

Die Registrierung ist eigentlich sehr simpel, aber alltägliche Nutzung und v.a. Konversation ist sehr kompliziert.

Beispiel: Im Februar 2019 gab es ein Tweet-Interview zwischen CEO Jack Dorsey und Kara Swisher von Recode, einem Podcastformat von Vox.com.

Kara musste irgendwann abbrechen und sich neu sortieren

jack 🌍🌏🌎 on Twitter

@karaswisher @finkd @waltmossberg Ok. Definitely not easy to follow the conversation. Exactly why we are doing this. Fixing stuff like this will help I believe. #Karajack

Sie schloss das Interview dann mit der Bitte um Wiederholung als Podcast, weil die Erfahrung bei Twitter keine gute war:

jack 🌍🌏🌎 on Twitter

@karaswisher This thread was hard. But we got to learn a ton to fix it. Need to make this feel a lot more cohesive and easier to follow. Was extremely challenging. Thank you for trying it with me. Know it wasn’t easy. Will consider different formats! #Karajack

Das Interview hatte Jack Dorsey wohl zum Nachdenken gebracht und einige Änderungen bei Twitter bewirkt.

Was hat Twitter getan für seine Renaissance?

Grund #1: Stärker auf Kernkompetenz konzentriert

Was ist Twitter im Kern? Im Social Media Universum beschreiben wir es so:

“Twitterer reden viel, aber sortieren heute häufiger ihre Gedanken in Threads. Sie lieben tiefsinnige, humorvolle und bissige Kommentare. Sie sind gut vernetzt in Politik, Presse und Publizistik; markenaffin und sind einflussreich.”

Nutzer diskutieren gern, also hat Twitter Threads gestärkt, hier am Beispiel:

Christian Allner, M.A. | Schrift-Architekt.de on Twitter

Was ist gutes Präsentieren? Wenn diese Sache fehlt, kick Prezi, Keynote & Co. in die Tonne! https://t.co/0D7nWib9CD (Thread)

Was sind Threads? Dzu ließen wir zitatweise unsere Kollegen vom Deutschlandfunk in ihrem Format Breitband zu Wort kommen. Unsere Definition:

Ein Twitter-Thread ist eine Reihung angeordneter Argumente. Es startet mit einem Tweet, in dem eine Ausgangsthese formuliert wird. Danach wird ein Thread-Hinweis gesetzt und auf den eigenen Beitrag geantwortet. Jeder folgende Tweet enthält dann ein Argument.

Grund #2: Big in Japan: Dort, wo Twitter funktioniert

Ein Land, in dem Twitter hervorragend funktioniert, ist Japan:

Gestartet 2011 für private Notfall-Kommunikation nach Tsunami und Fukushima-Reaktor-Katastrophe ist Twitter heute allgegenwärtiger Bestandteil der japanischen Gesellschaft

  • Japanische Unternehmen erstellen Twitter-Accounts häufig noch vor den Websites,
  • Schüler chatten mit Freunden oder abonnieren Künstler und Bands
  • Anime-Fans posten ihre Twitter-Handles als QR-Code, um diese bei Conventions oder Events auszutauschen
  • buddhistische Mönche posten Videos
  • usw.

Yu Sasamoto, Twitters Japan-Chef, meinte in einem Bloomberg-Interview:

“We came into the market at the right time. Twitter started as a lifeline and morphed into the culture.” (Quelle Bloomberg)

Twitter kam zur richtigen Zeit, startete als Rettungsleine und wandelte sich zu einem Teil der Kultur.

Mit Stand 2019 ist Japan der zweitgrößte Markt nach den USA. Twitter ist hier größer als Facebook oder Instagram und ähnlich populär wie LINE (siehe Onlinegeister Nr. 4: Messenger).

Japanische Nutzer haben häufig mehrere Accounts, mit denen sie (so Kayvon Beykpour, Twitters Produktchef) verschiedene Aspekte ihrer Persönlichkeit ausdrücken möchten. So könnte eine Person einen Account fürs Berufsleben, einen für Musik und einen für Sport haben.

Quellen und Links

  • https://www.tagesspiegel.de/wirtschaft/zwoelf-jahre-nach-gruendung-twitter-schreibt-erstmals-schwarze-zahlen/20942050.html
  • https://www.businessinsider.de/disney-confirms-it-looked-at-buying-twitter-last-year-2017-10
  • https://www.deutschlandfunkkultur.de/twitter-threads-achtung-ich-mach-mal-ne-ansage.1264.de.html?dram:article_id=447304
  • http://www.ard-zdf-onlinestudie.de/files/2018/0918_Frees_Koch.pdf
  • https://www.bloomberg.com/news/articles/2019-05-16/how-twitter-became-ubiquitous-in-japan

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Sprachassistenten: Die Stimmen der Frauen und: jeder Zweite unter 40 | Podcast

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Update: Wir haben die Postbank-Studie ergänzt.

Seit einigen Jahren sind Smart Speaker und damit intelligente Sprachassistenten immer verbreiteter geworden. Warum haben Sprachassistenten meist weibliche Stimmen? Wer benutzt sie und wohin entwickelt sich alles? Was bedeutet das überhaupt für uns und fürs Marketing?

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72 Prozent sind der Meinung online manipuliert zu werden: Einsteigerguide | Podcast

In Zeiten, in denen “Fake News” in aller Munde sind, möchten wir darüber sprechen wie es möglich ist, dass wir so einfach im Internet manipuliert werden können. Zudem erklären wir, was genau Filterblasen sind und wie Framing und STT funktionieren. Und – was zum Nachdenken – sind wir im Grunde nicht alle jeden Tag aufs Neue manipulativ?

Online: Manipulation im Internet?

Filterblasen

Wir stellen die These auf, dass Filterblasen durch Algorithmen einseitig Interessen verstärken sollen. Bedeutet, wenn wir uns im Internet mit einem bestimmten Thema beschäftigen, bekommen wir eben zu diesem – oder ähnlich gearteten Themen – weitere Vorschläge. Dies kann durchaus radikalisieren.

Sehr einfach lässt sich dies zum Beispiel bei YouTube nachvollziehen, durch die Art der angezeigten Videovorschläge. Passend dazu die Duden-Definition von Filterblase:

“Eine selektive Informationsauswahl auf Webseiten durch Berücksichtigung des Nutzerverhaltens, -standorts o. Ä.”

Der Begriff selbst basiert auf dem Buch “the filter bubble. What the internet is hiding from you” von Eli Pariser, welches 2012 bei Penguin Press erschienen ist.

Der Duden verknüpft damit auch das Wort “Echokammer”, welches für überwiegenden oder ausschließlichen Kontakt mit Gleichgesinnten  – vorrangig  in sozialen Netzwerken – steht. An und für sich ist es aber keine Folge der Digitalisierung, dass wir uns manchmal bewusst für den “Weg des geringsten Widerstandes“ entscheiden und bevorzugterweise in einem homogenen Umfeld bewegen.

Beide Begriffe sind viel diskutiert, deswegen möchten wir euch gerne auf ein paar Quellen verweisen, falls ihr tiefer in das Thema eintauchen möchtet:

Digitale Demenz

Durch die einfache Möglichkeit an Informationen mittels des Internets zu gelangen, verschlechtert sich auch unser Gedächtnis. Dadurch nehmen wir auch sehr viel mehr Falschmeldungen auf und sind empfänglicher für gezielte Manipulation.

Bereits in unserer  Folge Nr. 27 haben wir uns mit dem Thema „Digitale Demenz“ im Detail auseinandergesetzt, hört gerne rein für weitere Details!

Manipulation DURCH das Internet?

Vorbild Instagram? Selbstbild, Identität und was ich eigentlich wert bin …

Studienergebnisse des Internationalen Zentralinstituts für das Jugend- und Bildungsfernsehen (IZI) beim Bayerischen Rundfunk zeigen, dass auf Instagram insbesondere jene Frauen erfolgreich sind, die einem normierten Schönheitsideal entsprechen.

Untersucht wurden dazu unter anderem 300 Posts von erfolgreichen Influencerinnen auf wiederkehrende Muster hin. „Sie sind dünn, langhaarig und beschäftigen sich hauptsächlich mit den Themen Mode, Ernährung und Beauty“.

Diese Studie wurde von der Schauspielerin Maria Furtwängler und ihrer Tochter Elisabeth in Auftrag gegeben. Besonders ein Zitat einer YouTuberin möchten wir herausheben:

„Eine starke eigene Meinung schmälert deinen finanziellen Wert.“

Wir halten das für äußerst bedauerlich in der heutigen Zeit, aber leider sehr bezeichnend – vor allem für Instagram?

Der Circle?

Wer diesen Spielfilm mit Emma Watson noch nicht kennt, dem geben wir ihn gerne als Filmtipp  (alternativ auch als Buchtipp) mit auf den Weg.

Für uns ist er vor allen Dingen in Zusammenhang mit einer Studie, die kürzlich bei Heise veröffentlicht wurde, erwähnenswert. Die Studie beschäftigt sich mit dem sogenannten “Social-Scoring-System”, welches in China bereits angewandt wird. Zu vergleichen am Ehesten mit unserem Verfahren zur Ermittlung der Kreditwürdigkeit. In diesem System wird – kurz gesagt – gutes Verhalten belohnt und schlechtes Verhalten bestraft. Interessant ist, dass jeder 6. Deutsche dieses System als Vorbild betrachtet.

Auch der Film behandelt dieses Thema in einer etwas abgeschwächten Form. Emma Watson gerät im Zuge ihres Jobs immer tiefer in den Strudel des “Circle” und wird am Ende 24 h von einer Live-Cam begleitet.

Der Film und das behandelte Thema ist – allem voran – beeindruckend, weil vieles davon bereits Teil unseres Alltags ist.

Framing, STT & Co.: Einsteiger-Guide der Manipulation

Framing

Framing findet tagtäglich im Internet statt und ist ein beliebtes Mittel zur Manipulation. Teilweise bewusst, teilweise unbewusst bestimmen wir anhand der Informationen die wir teilen, sowie in der Art und Weise wie wir sie mitteilen (welche Worte oder Metaphern verwendet werden), wie andere über das Thema denken.

Einige der bekanntesten Beispiele sind u.a. von den rechtskonvervativen Parteien wie AfD, CDU oder CSU verwendeten Begriffe wie “Asyltourismus” und “Flüchtlingswelle”. Diese zeichnen sofort ein negatives Bild in unseren Köpfen.

Framing ist gerade in der Politik von jeher ein äußerst beliebtes Mittel. Seien es bekannte Nazi-Begriffe, welche verharmlosend klingen wie „Endlösung“ (Massentötung ganzer Volksgruppen wie Juden, Sinti, Roma oder von Minderheiten wie Homosexuellen), verschleiern sollen wie der Begriff „Nationalsozialisten“ (womit die NSDAP v.a. linksorientierte Arbeiter ansprechen wolle, denn man sei ja selbst auch Sozialist, nur eben national orientiert) oder bewusst ausgrenzend wie „Volkskörper“ (die Bevölkerung als einheitlicher Organismus).

Framing-Manual der ARD

Es gab ein Gutachten bei der ARD, in dem – um das Image der Rundfunkgebühren zu verbessern – dazu aufgefordert wurde, auch entsprechende Begrifflichkeiten wie “Unterstützung für den freien Rundfunk” zu verwenden.

WDR-Direktor Jörg Schönenborn bezeichnete im Dezember 2012 den Rundfunkbeitrag als „Demokratie-Abgabe“ und löste damit bundesweit eine heftige Debatte aus.

Die Berichterstattung in Finnland über das bedingungslose Grundeinkommen hat – um dies negativ darzustellen – als Schlagzeile “Das Bedingungslose Grundeinkommen schafft keine Jobs”. Bewusst wird die andere Seite der Medaille außer acht gelassen.

Startup Framing bei Apple, Google & Co.

Auch das bekannte Unternehmen Apple hat hier mitgewirkt. Ein bereits 2012 geleaktes „Genius Training Student Workbook“ geht sehr deutlich auf den Wortschatz ein, welche Mitarbeiter in Apple Stores (die sog. Mac Geniuses) mitbringen sollten:

Apple-Geräte laufen beispielsweise niemals „heiß“, sie werden nur „warm“. Geräte haben auch keinen „Bug“ bzw. Fehler, sondern es tritt eine „Situation“ ein.

Unterhaltsam und faktisch auch korrekt aufbereitet wurde dies vom funk-Satiriker Walulis in diesem Video:

Apple Stores: So machen sie dich arm | WALULIS

Wie eine wohlhabende Werkstatt machen sie in teuren Reparaturen – Apple Läden. Die Stores kennen wir alle noch von den langen Schlangen, die sich immer davor gebildet haben, als Apple noch hype war. Heute kann man da einfach so reingehen und ganz viel Geld da lassen. Was für eine Verbesserung!

Ähnlich verhält es sich mit anderen Startups und dem Vokabular ebenfalls. So gibt es bei Google, Facebook & Co. kein Betriebsgelände, sondern in der Regel einen „Campus“. Es gibt auch keine Mitarbeiter-Kantine, sondern eine „Mensa“.

Dies soll v.a. positive Assoziationen der Mitarbeiter zu vergangenen Uni-Zeiten wecken, welche diese dann mit dem aktuellen Arbeitgeber gleichsetzen sollen.

Spontaneous Trait Inference & Transference (STI & STT)

  • STI: Beobachtetes Verhalten führt zu Annahmen über eine andere Person
  • STT: Wir übernehmen Eigenschaften oder Ansichten anderer, beispielsweise in Gesprächen oder aufgrund Aussagen die wir hören

In Psychology Today gab es dazu eine interessante Veröffentlichung: “The way you describe others is the way people see you”.

Manipulation in den sozialen Netzwerken

Die 2014 veröffentlichte Studie „Experimental evidence of massive-scale emotional contagion through social networks von Adam D. I. Kramer, Jamie E. Guillory und Jeffrey T. Hancock , beschäftigt sich mit der sogenannten “Gefühlsansteckung”. Dies bedeutet nichts anderes, als dass sich unsere Stimmung alleine mittels der Sprache übertragen kann.  nicht Gefühle übertragen sich also nicht nur  Face to Face, sondern auch Face to Facebook.

Insgesamt 689.003 Teilnehmer nahmen unfreiwillig an der Studie teil: Auch ihr könntet, sofern ihr Anfang 2012 bereits auf Facebook aktiv wart, ohne es zu ahnen Teil dieser Studie gewesen sein. Nach Bekanntwerden dieser Tatsache, war der Aufschrei natürlich groß.

In der Common Sense Media-Studie vom Oktober 2018 wurden US-Teenager dazu befragt, ob Social Media sie positiv oder negativ beeinflusst. Der Großteil hat einen positiven Effekt angegeben. Allerdings ist interessant, dass 72 % – das sind 3 von 4 (!) – glauben, online manipuliert zu werden.

Common Sense Media Studie 2018

Wann beginnt der Verfolgungswahn?

Wie weit geht wirkliche Manipulation und wann beginnt die Verschwörungstheorie? In welcher Häufigkeit war Manipulation schon immer da und wie oft wird bewusst manipuliert? Ist jede Form der Kommunikation nicht bereits Manipulation?

Diskutiert darüber, hinterlasst einen Kommentar und teilt eure Gedanken dazu  mit uns!

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Das Social Media Universum | Podcast + Infografik

Die etwas andere Social-Media-Übersicht, denn Zahlen runterrattern kann jeder. Wir wollen uns versetzen in die glorreiche Zeit der Space Opera: Star Wars, Perry Rhodan, Star Trek & Co. Und wir präsentieren euch nun in jedem Jahr …

Das Social-Media-Universum 2019

Infografik SocialMediaUniversum_2019_update

Es herrscht Bürgerkrieg. Unser Kosmos wird beherrscht von wenigen großen IMPERIEN. Immer mehr DEUTSCHE wandern zu diesen Thronwelten aus …

Facebook (2004 – heute): DAS ZUCKERBERG-IMPERIUM

Dieses Sternenreich ist ein dominanter Machtfaktor und Überwachungsstaat. Die Bürger dürfen sich überraschend frei zu Politik etc. äußern, sind aber sexuell unfrei. Der Imperator und seine Berater kontrollieren von der Thronwelt Facebook weitere Teile des Kosmos.

Facebook

Es wird eng: über 39 Mio. Nutzer (insg. 2,3 Mrd.) sind hier eingewandert. Da bleiben Konflikte nicht aus: Nutzer teilen und kommentieren in ihren Profilen alles. Der-weil haben sich viele Subkulturen in geschlossene Gruppen abgesetzt und Großkonzerne werben auf Seiten für alles. Seit einigen Jahren setzt eine Stagnation ein und die Regierung wird im Eintreiben ihrer Tribute in Form von Werbung immer aggressiver.

WhatsApp

Seit 2014 gehört es als Kronkolonie zum Imperium und über 40 Mio. Nutzer (insg. 1,5 Mrd.) pilgern jeden Monat dorthin. Die Nutzer sprechen nur miteinander, aber bilden dabei große Gruppen. Öffentliche Bekanntmachungen werden über „Broadcast“ und „Status“ gemacht.

Instagram

Facebooks größte Eroberung der frühen Expansionszeit. Seit 2012 besetzt, blüht Instagram dennoch: 17. Mio. Nutzer (insg. 1 Mrd.) sind monatlich hier. Instagrammer lieben Sport, Beauty und Lifestyle, sind ein Partyvolk, sehr extrovertiert (manche würden sie oberflächlich nennen), zeigen sich gern in schrillen Farben und Filtern. Sie lieben Storys.

Facebook Messenger

Die Kolonialwelt war einst eine unbedeutende Nachrichtenzentrale. Facebook hat viele Ressourcen in den Ausbau gesteckt. Inzwischen sind 28 Mio. Nutzer (insg. 1,3 Mrd.) regelmäßig dort.

Google / Alphabet (1998 – heute): DAS GOOGLE-KOLLEKTIV

Das größte Gehirn im Kosmos: Google weiß sehr viel und lernt sehr viel. Suche, reCAPTCHA, Maps, Android und andere Systeme werden vom Kollektiv genutzt, um Wissen zu assimilieren. Google wirkt neutral und freundlich, aber man weiß nicht, ob das so bleibt …

YouTube

YouTube hat mit 8 Mio. registrierten Nutzern nur wenige Ureinwohner. Über 31 Mio. aktive Nutzer (insg. 1,9 Mrd.) sehen sich die YouTuber aber gern an. Früher gefürchtet, sind Kommentare bei YouTube inzwischen moderierter und gemäßigter. Die meist abonnierten YouTuber sind Freekickerz, Kurzgesagt und BibisBeautyPalace.

Google Maps

Vermutlich über 40 Mio. Nutzer (global 1+ Mrd.) Entdecker und Kartografen bewohnen diese Welt. Maps-Nutzer rezensieren gern Orte und können seit kurzem auch Beiträge schreiben. Letztere hat das Kollektiv wohl für den Verlust von Google+ und gegen die WhatsApp-Konkurrenz eingeführt.

Google+

Einstmals eine große Hoffnung haben sich die Terraformingversuche als Fehlschlag erwiesen. Offiziell bis 16 Mio. Nutzer, waren realistisch weniger als 1 Mio. Nutzer aktiv. Google+ wurde Ende 2018 von Google aufgegeben und ist heute ein toter Planetoid.

Google+ wurde am 2. April 2019 von Google dichtgemacht (Quelle).

Microsoft Corporation (1975 – heute): DAS MICROSOFT-DOMINION

Während Microsoft in fernen Stätten des Kosmos unangefochten herrscht, ist es im Social-Media-Universum eher eine Regionalmacht, aber dafür fest verankert.

Skype

Mit über 17 Mio. Nutzern ist Skype mittelgroß. Eine Speerspitze während der Frühexpansion in die sog. Messengerwelten; einem Cluster mit reichen Rohstoffen an Chat, Videochat und Konferenzen. Ihre Regierung war ein nordeuropäischer Mix, wurde aber 2011 friedlich in das Dominion aufgenommen und nimmt in dessen Infrastruktur heute einen wichtigen Platz ein.

LinkedIn

13 Mio. Nutzer im DACH-Raum (590 Mio. insg.) machen das 2003 gegründete und 2015 in Microsoft integrierte Business-Netzwerk zur wichtigsten Kolonie. Investitionen, Wirtschaft und Karriere sind auf LinkedIn wichtig. In Profilen zeigen die Bewohner ihre Lebensläufe, präsentieren sich auf Seiten und vernetzen sich in Gruppen. Die Grundlage ihrer Gesellschaft bildet das Streben nach Profit.

Eigenständige Unternehmen (2003 – heute): DIE FREIEN WELTEN

Nicht jede Welt im Kosmos ist Teil der großen Imperien und Reiche. Es gibt noch einige unabhängige Welten, die nur sich selbst gehören. Doch wie lang noch …

XING

Q1 2019: Eine regionale Macht mit global 16 Mio. Nutzern. Das 2003 von Deutschen gegründete XING gehört heute Burda und ist eine Geschäftswelt: Business, Karriere und Kontakte sind wichtig. In Profilen zeigen die Bewohner ihre Lebensläufe, vernetzen sich in Gruppe. Seiten können nur zahlende Mit-glieder der Gesellschaft betreiben.

Q4 2018: Über 15 Millionen Mitglieder im deutschsprachigen Raum, über 14 Millionen Mitglieder in Deutschland, etwa 1 Million in der Schweiz und über 1 Million in Österreich (Stand: 2019, Quelle)

Twitter

Leicht bevölkert mit 1,8 Mio. Nutzern (offiz. 12 Mio., global 326 Mio.) und 2006 gegründet. Twitterer reden viel, aber sortieren heute häufiger ihre Gedanken in Threads. Sie lieben tiefsinnige, humorvolle und bissige Kommentare. Sie sind gut vernetzt in Politik, Presse und Publizistik; markenaffin und sind einflussreich.

Twitter konnte sich von einigen Problemen erholen und wächst 2019 wieder (Quelle)

Pinterest

Die 4 Mio. Bewohner (insg. 250 Mio.) dieser Gartenwelt gehen DIY-Basteleien nach, Freizeit und Hobbys. Sie sind freundlich, unbekümmert, pinnen gern und beschäftigen sich mit den schönen Dingen im Leben.

Snapchat

Eine vibrierende Welt mit 5 Mio. Nutzern (insg. 291 Mio.). Snapchatter sind jung, interessiert und lieben Storys. Einige unklare Neuerungen der Regierung Snap und die starke Konkurrenz durch Instagram-Storys haben zu einem Einbrechen von Snapchats wirtschaftlicher Bedeutung geführt. Die Regierung Snap erkundet gerade neue Sparten wie Smart Glasses und bespricht Bündnisse u.a. mit Apple.

TikTok

Diese aufsteigende Lifestyle-Welt hat Musical.ly feindlich übernommen und hat damit 4,1 Mio. Nutzer – insgesamt über 500. Mio. Nutzer. Die Bewohner von TikTok tanzen gern, nehmen sich dabei auf. Die Regierung Bytedance will aber auch Gespräche, Diskussionen und Shows stärker fördern.

Infografik: Das Social-Media-Universum

Infografik SocialMediaUniverse2019_1000_052019

Ältere Versionen der Infografik: Januar 2019

Letzte Aktualisierung: 4. Mai 2019

Marketing bei Game of Thrones ⚔️| Podcast

Die Ausnahme-Serie Game of Thrones konnte nicht nur – entgegen den allgemeinen Trend –  ihre Zuschauerzahl von Staffel zu Staffel vervielfachen, sondern schaffte es auch, trotz teilweise weniger gelungener Staffeln, ihre Zuschauer bei der Stange zu halten. Grund genug für uns, um der Sache auf den Grund zu gehen und uns mit dem Marketing und Social Media-Management der Serie näher zu beschäftigen. Weiterlesen