Social-Media-Prinzipien für Online-Marketing

Soziale Netzwerke sind stätig im Wandel. Neben den großen Platzhirschen wie Facebook und Instagram entstehen immer wieder neue Plattformen wie TikTok, die Mini-Playback-Show der Generation Z. Doch wie sollten diese Plattformen in eine gute Marketingstrategie eingebettet werden?

Prinzip der Nutzung

Je mehr Social-Media-Kanäle entstehen, desto wichtiger ist das Grundprinzip der Nutzung: Online-Marketer sollten ihre Profile nicht verwaisen lassen, sondern sie kontinuierlich bespielen, um vom Nutzer wahr- und ernstgenommen zu werden. Daher ist es sinnvoller, weniger soziale Netzwerke intensiv zu nutzen, statt auf vielen Seiten ein Profil nur halbherzig zu betreiben.

Bei der Auswahl hilft ein Blick auf die eigene Zielgruppe sowie die Nutzer der jeweiligen sozialen Medien.

Facebook immer noch Nummer 1

Facebook liegt in Deutschland immer noch auf Platz eins der meistgenutzten sozialen Netzwerke, obwohl es schon oft totgesagt wurde und einige Skandale überleben musste.

37 Millionen aktive User gibt es, 23 Millionen von ihnen besuchen das Portal sogar täglich. Für Onlinemarketer ist Facebook besonders interessant, weil sich hier eine heterogene Zielgruppe aufhält.

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Sowohl junge als auch ältere Menschen lassen sich über das soziale Netzwerk erreichen, denn rund zwei Millionen weibliche und 2,3 Millionen männliche Nutzer sind über 55 Jahre alt. Die meisten Nutzer gehören der Altersgruppe der 25- bis 34-Jährigen an.

Trends: Stories und flüchtige Inhalte

Snapchat hat sie erfunden, Instagram und Facebook haben sie erfolgreich kopiert: die Story. Dabei können Nutzer Fotos und Videos online stellen, die nach 24 Stunden automatisch gelöscht werden. Für Marketer klingt das erstmal kontraproduktiv: Warum eigenen Content produzieren, wenn dieser ohnehin nach kurzer Zeit wieder verschwindet?

Soziale Netzwerke sind ein schnelllebiges Medium, wie dieser Trend zeigt. Stories bieten dabei eine hervorragende Möglichkeit, die Nutzer kontinuierlich zu unterhalten, verschiedene Inhalte auszuprobieren und mit den eigenen Followern beispielsweise über kleine Umfragen oder Abstimmungen zu interagieren. Diese Gamification-Elemente verstärken die Bindung zum Nutzer. Portale wie Instagram bieten mittlerweile die Möglichkeit, Storys im eigenen Profil als Highlights zu speichern.

YouTube – das unterschätzte soziale Netzwerk

YouTube liegt weltweit auf Platz drei der meistbesuchten Websites – nach Google und Facebook. Gleichzeitig ist das Videoportal nach Google die meistgenutzte Suchmaschine der Welt. In vielen deutschen Social-media-Rankings bleibt YouTube zwar unberücksichtigt, aber rangiert voraussichtlich noch höher als Facebook und sogar WhatsApp.

Ob Musikvideo, Let’s Play, DIY-Anleitung oder Vlog: Unendlich viele Videos warten hier auf die Nutzer. Pro Minute werden rund 400 neue Stunden Bewegtbilder hochgeladen. Kombiniert wird das Video-Angebot mit typischen Social-Media-Funktionen wie Kommentieren, Liken und Chatmöglichkeiten per Privatnachricht. Dadurch ist YouTube zu einer gigantischen Community geworden, die vor allem junge Leute anzieht. Wie eine aktuelle Studie ergab, nutzen 86 Prozent der 12- bis 19-Jährigen das Portal nicht nur zur Unterhaltung, sondern auch als Lernhilfe für schulische Themen.

Gleichzeitig haben YouTuber einen großen Einfluss auf die junge Generation: 27 Prozent nannten eine Online-Persönlichkeit als ihr wichtigstes Idol. Damit liegen YouTuber noch vor Sportlern und Schauspielern. Trotzdem haben nur wenige Unternehmen eine ausgereifte YouTube-Strategie.

Fazit: Online-Marketing auf Social Media

Social Media hat mittlerweile fast alle Bevölkerungsschichten durchdrungen. Während zum Beispiel Facebook immer mehr ältere Generationen anzieht, ist YouTube vor allem bei Jugendlichen beliebt. Für Onlinemarketer ist es deshalb enorm wichtig, die eigene Zielgruppe zu kennen, um sie über die passenden Kanäle ansprechen zu können.

Zudem müssen Marketer wissen, welcher Content am besten auf den unterschiedlichen Netzwerken funktioniert und wie sie mit diesen Informationen eine effektive Strategie erarbeiten. Dabei kann auch Fachliteratur vom Haufe-Verlag zum Thema Social Media helfen, die das Wissen praxisnah vermittelt. Ebenfalls gibt es bei DER SEMINAR ein praktisches Social-Media-Wiki und bei Ryte ein SEO-Wiki.

Wer sich regelmäßig weiterbildet und die verschiedenen sozialen Netzwerke aktiv nutzt, kann besser auf seine Zielgruppe eingehen. Dafür bieten sich auch Watchblogs wie SocialMediaStatistik.de, der Google-Watchblog, der Social-Media-Watchblog von Martin Fehrensen und viele weitere Plattformen wie unser Radio-Podcast #Onlinegeister können weiterhelfen.

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