Unsere Analyse zum Social-Media-Atlas: Sind das die beliebtesten Netzwerke?

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  • YouTube beliebteste Plattform
  • Foren und Blogs weiterhin relevant
  • Facebook-Konzern dominiert Social-Media-Spitzenplätze

Die beliebteste Social-Media-Plattform der Deutschen: YouTube mit 74 Prozent aller Nutzer. Knapp 71 Prozent greifen regelmäßig auch auf WhatsApp zu und 69 Prozent auf Facebook. Das legen Zahlen der Werbeagentur Faktenkontor nahe, die regelmäßig den Social-Media-Atlas herausbringen.

Ergebnisse im Social-Media-Atlas

Eine ähnliche Tendenz beschreibt der aktuelle Social-Media-Atlas der Kommunikationsberatung Faktenkontor und des Marktforschers Toluna. Demnach ist Youtube das beliebteste Netzwerk in Deutschland (74 Prozent der Befragten nutzen die Plattform). Whatsapp (71 Prozent) hat Facebook (69 Prozent) erstmals überholt.

Wie verlässlich sind die Zahlen?

Facebook weißt aktuell etwa 37 Mio. Nutzer ab 16 Jahren auf (Quelle Facebook). Damit dürfte YouTube voraussichtlich bei etwa 39,7 Mio. Nutzern in Deutschland liegen. Andere Studien liegen in ähnlichen Größenordnungen dieser Zahlen.

Alle anderen Plattformen haben wir basierend auf diesen Daten ins Verhältnis gesetzt:

  • YouTube: 74 Prozent (~39,7  Mio. Nutzer)
  • WhatsApp: 71 Prozent (~ 38,1 Mio. Nutzer)
  • Facebook: 69 Prozent (~ 37 Mio. Nutzer)
  • Instagram 37 Prozent (~ 19,8 Mio. Nutzer)
  • Foren 33 Prozent (~ 17,7 Mio. Nutzer)
  • Pinterest 30 Prozent (~ 16,1 Mio. Nutzer)
  • Blogs 28 Prozent (~ 15,1 Mio. Nutzer)
  • Twitter 25 Prozent (~ 13,4 Mio. Nutzer)
  • XING 24 Prozent (~ 12,8 Mio. Nutzer)
  • Snapchat 18 Prozent (~ 9,6 Mio. Nutzer)
  • LinkedIn 17 Prozent (~ 9,1 Mio. Nutzer)
  • Stayfriends 17 Prozent (~ 9,1 Mio. Nutzer)

Wir betonen, dass dies keine belastbaren Zahlen darstellen, doch so können wir einige gute Vergleiche anstellen.

Verlässliche und belastbare Zahlen findet ihr unserere Studie zum Social-Media-Universum:

Social-Media-Universum: Social Media Nutzung für Deutschland 2020 | Podcast + Infografik

Widersprüchliche Zahlen bei Twitter, Xing, Snapchat

Die meisten Zahlen decken sich gut mit Erfahrungswerten, bis auf einige Ausnahmen:

Bei Twitter würden wir knapp 13,4 Mio. Nutzer erhalten. Das entspricht zwar einem leichten Wachstum seit 2016 bei Twitter – damals waren es 12 Mio. Nutzer. Doch bereits diese Zahlen sind zu bezweifeln! In einer aktuellen Ausgabe unseres Social-Media-Podasts #Onlinegeister kamen wir, basierend auf verlässliche Zahlen u.a. der ARD-ZDF-Onlinestudie auf weit unter 4 Mio. Nutzern:

🐦Twitters Renaissance | Nr. 37 – #Onlinegeister

Podcast: Play in new window | Download | Embed Abonnieren Google Podcasts | RSS | Abo Twitter steht aktuell wieder so gut dar wie lange nicht. Doch welche Entscheidungen haben Twitter zu einer Renaissance geholfen – und welche fragwürdigen Taktiken haben es erst nötig gemacht?

Des Weiteren stimmen die Zahlen zu XING mit 12,8 Mio. Nutzern auch nicht wirklich, da XING selbst erst für das erste Quartal 2019 bekannt gab über 16 Mio. Nutzer zu haben. Selbst wenn man die übliche knappe Million für Österreich und die Schweiz abzieht, kommen wir auf weit über 14 Mio. Nutzern. Die Zahlen decken sich bei XING allerdings noch etwas.

Snapchat hingegen soll 9,6 Mio. Nutzer in Deutschland haben. Basierend auf allen uns bekannte Zahlen, die Snapchat eher um 5 Mio. Nutzer einordnen, ergibt sich hier ein deutliches Missverhältnis.

Mögliche Fehlerquellen

Unsere Verhältnisgleichung ist falsch – wir erheben auch keinen Anspruch auf Allgemeingültigkeit, da wir Zahlen aus dem Facebook Adsmanager vergleichen mit den Zahlen von Faktenkontor. Die Werte können auf ganz unterschiedlichen mathematischen Formaten beruhen.

Faktenkontor ist falsch – ebenfalls möglich, denn keine Studie ist absolut und richtig, sondern immer nur im Kontext ihrer beabsichtigten Wirkung.

Fazit: Was taugen die Zahlen im Social-Media-Atlas?

Die Zahlen sind so verlässlich wie ihre Quelle. Bislang lag der Atlas niemals völlig falsch, doch sollte wie jede andere Quelle immer mit Vorsicht interpretiert werden. Der Social-Media-Atlas hat die Verhältnisse der Plattformen und die groben Werte der Nutzerzahlen korrekt widergegeben. Das ist gut.

Wir empfehlen aber immer ein kritisches Auge: Nur weil irgendwelche Nutzerzahlen plötzlich anders sind, muss das kein Hype einer App sein, es kann auch einfach ein Rechenfehler sein.

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