Mehr als die Hälfte ist unsicher beim Recht: Woran scheitert die DSGVO in Deutschland? (+ Podcast)

Dass deutsche Unternehmen nur unzureichend auf die DSGVO vorbereitet waren, ist kein Geheimnis. Doch wie sehen die Zahlen aus? Bonus: Wir haben zwei Podcastfolgen speziell zur DSGVO vorbereitet

Die wenigsten Unternehmen in Deutschland sind  auf die DSGVO vorbereitet

Die folgende Grafik zeigt, in welchem Umfang sich deutsche Unternehmen mit der DSGVO und den damit zusammenhängenden Änderungen beschäftigen.  Die Ergebnisse stammen aus fünf verschiedenen Branchen, befragt wurden die jeweiligen Marketing-Verantwortlichen.

DSGVO: Sind deutsche Unternehmen bereit? Konformität mit den gesetzlichen bestimmungen bei deutschen Unternehmen.

In der Touristik Branche arbeiten 80 Prozent noch an der Umsetzung und 20 Prozent haben noch nicht einmal begonnen.  Dagegen  liegt die Weiterbildung  Branche im Vergleich ganz vorn, 17 Prozent  sind konform, 58 Prozent in Bearbeitung und lediglich 25 Prozent haben sich mit dem Thema noch nicht auseinander gesetzt.

Die B2B-Unternehmen ziehen fast gleich mit 10 Prozent abgeschlossen, 51 Prozent in Bearbeitung und 39 Prozent noch nicht begonnen. Die Finanz & Versicherung Branche folgt mit 6 Prozent abgeschlossene DSGVO, 63 Prozent in Bearbeitung und 31 Prozent müssen sich noch arrangieren. Die Agenturen  liegen mit 9 Prozent abgeschlossen, 65 Prozent in Bearbeitung und 9 Prozent noch nicht begonnen im Mittelfeld.

Woran scheitert nun die DSGVO in Deutschland?

505 Unternehmen mit mehr als 20 Mitarbeitern sehen als größte Herausforderung den schwer abzuschätzenden Umsetzungsaufwand (66 Prozent) der Verordnung sowie die entstehende Rechtsunsicherheit (56 Prozent). Gefolgt davon sorgen die Unternehmen der zu kurze Umsetzungszeitraum und die mangelnde Umsetzungshilfe in der Praxis. Mit 32 Prozent steht die schwierige technische Umsetzung auf Platz fünf der Herausforderungen.

Fakt ist seit dem 25. Mai 2018 ist die Datenschutz-Grundverordnung in Kraft getreten und viele Unternehmen sind nicht DSGVO-Ready. Das können wir ändern!

Podcast: DSGVO in 2x 30 Minuten

In den Mai- und Juni-Ausgaben der Onlinegeister haben wir uns mit dem Thema Datenschutz-Grundverordnung intensiv auseinandergesetzt. Dazu als Gast Lutz Hasse, der Landesdatenschutzbeauftragte des Freistaats Thüringen.

DSGVO, Teil 1: Countdown und Interview mit Thüringer Landesdatenschutzbeauftragten | Nr. 24 – #Onlinegeister

Podcast: Play in new window | Download | Embed Der Countdown läuft … nur noch wenige Tage bis zum Start der Datenschutz-Grundverordnung in Europa. Und wir haben den Thüringer Landesdatenschutzbeauftragten Lutz Hasse im Interview! Deswegen haben wir uns dazu entschieden den Podcast einen Tag früher online zu stellen.

DSGVO, Teil 2: Hörerfragen | Nr. 25 – #Onlinegeister

Podcast: Play in new window | Download | Embed Wie ab sofort immer gibt es die neue Folge einen Tag vor der regulären Ausstrahlung als Podcast: Die DSGVO ist seit einem Monat in Kraft und die von vielen erwartete Apokalypse ist ausgeblieben. Nichts destotrotz gibt es in vielen Bereichen nach wie vor Unklarheiten.

Ost-West-Gefälle und die Grenzen von WhatsApp | Podcast

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In der heutigen Folge dreht sich alles um den weltweit beliebtesten Messenger. Wenig überraschend, dass es sich dabei um WhatsApp handelt. Es gibt kaum jemanden, der den Nachrichtendienst, der die SMS „gekillt“ hat, nicht nutzt. Trotz des durchschlagenden Erfolges dieser Messageing-App gibt es auch Nachteile, die wir in dieser Folge selbstverständlich ebenso beleuchten.

In unseren „Hausmeistereien“ geben wir euch vorab auch einen kurzen Überblick über die wichtigsten Themen der letzten Zeit aus Social Media – außerdem haben wir auch etwas zu feiern. Die #Onlinegeister wurden zwei Jahre alt!

Inhalte der Sendung

  • Ab 00:00:00 – Intro, Begrüßung
  • Ab 00:00:50 – Hausmeistereien
  • Ab 00:11:45 – Thema der Sendung
  • Ab 00:37:34 – Verabschiedung, Outro

Hausmeistereien: Was waren die Top-Netz-Themen der letzten Wochen?

Gerichtsurteil für digitales Erbe

Der Bundesgerichtshof hat entschieden, dass zum Beispiel Facebook- und WhatsApp-Konten weitervererbt werden können. Somit werden diese Inhalte rechtlich gleich behandelt wie Briefkorrespondenz. Die Meinungen darüber sind aber gespalten, da es sich doch um sehr private Inhalte handelt die in manchen Fällen sicher nachträglich noch mehr Kummer verbreiten können. Daher sollte auch in den Sozialen Medien mit Bedacht kommuniziert werden.

Hier das Urteil zum Nachlesen. Wie steht ihr dazu – hinterlasst gerne euer Feedback in den Kommentaren.

Jeder Fünfte hört Podcasts

Datenskandal bei Facebook geht in die nächste Runde

Überraschung! (Oder auch nicht.) Es hat sich herausgestellt, dass Facebook auch anderen Unternehmen Zugriff auf Nutzerdaten gab, darunter auch Huawei. Dieses halb staatliche chinesische Unternehmen wird von US-Behörden als Bedrohung der nationalen Sicherheit betrachtet. Wenn das mal keine Meisterleistung ist…

Perlen des Influencer-Marketings

Die Branche ist ja bekanntlich ein Haifischbecken – aber das hat Biss! Beim Versuch das perfekte Instagram-Foto zu machen wurde eine Beauty-Influencerin in Ebensolchem von einem Hai gebissen. Wenn das mal keine Ironie ist.

In eigener Sache

Dieses Jahr findet die Wahl zur Vollversammlung der Industrie- und Handelskammer (IHK Halle-Dessau) statt und Christian, der seit Dezember 2017 Mitglied der IHK Halle-Dessau ist, hat sich zur Wahl gestellt. Sollte es unter unseren Zuhörern Mitglieder geben würde er sich freuen, wenn ihr ihm eure Stimme geben würdet. Ansonsten ist das ein allgemeiner Hinweis und Wahlaufruf.

Thema der Sendung

Was ist eigentlich WhatsApp?

WhatsApp ist laut Duden.de

“ein Sofortnachrichtendienst für Smartphones”

Also ist WhatsApp ein Nachrichtendienst zum Versenden von Mitteilungen. So weit so bekannt.

Insgesamt wird WhatsApp in Deutschland von 38 – 40 Millionen Menschen genutzt – das sind 46% der deutschen Gesamtbevölkerung. Wie sich die Anzahl der Nutzer auf die einzelnen Bundesländer aufteilt, wurde in einer Statistik von Social Media Statistiken erhoben. Führend sind hierbei die Städte Hamburg und Berlin, was vermutlich nicht zuletzt daran liegt, dass diese auch als Social Media Hochburgen gelten. Schlusslicht bilden – mit Ausnahme von Bayern und – die östlichen Bundesländer wie Sachsen, Sachsen-Anhalt, Thüringen und Brandenburg. Dass diese Regionen (inkl. Bayern) in vielen Teilen ländlich geprägt sind, könnte für dieses Ost-/West-Gefälle ausschlaggebend sein.

Infografik Premium SocialMediaStatistik.de zum Thema whatsapp

WhatsApp verdrängte SMS

WhatsApp, aber auch andere Messenger, haben – laut Daten, die von Statista erhoben wurden – die klassischen SMS verdrängt. Der Großteil der Kommunkation im privaten sowie beruflichen Bereich erfolgt also über Messenger. Dies hat vermutlich auch mit den vielen zusätzlichen Möglichkeit zu tun, wie zum Beispiel Gruppen zu gründen oder Bilder und Videos schnell und problemlos zu teilen.

Statista – SMS pro Tag in Deutschland

Was KANN ich mit WhatsApp machen?

Wie bereits erwähnt, bietet WhatsApp zahlreiche Möglichkeiten. Angefangen von

  • Eins-zu-Eins-Chats oder Dual-Chats,
  • Gruppenchats,
  • Broadcasts (einseitige Gruppenchats)
  • das Teilen von Storys (bzw. Statusim WhatsApp-Sprech)
  • sowie Video- und Audioanrufe.

Zudem wird die Broadcastfunktion zunehmend als Newslettervariante in Unternehmen genutzt. Dies hat allerdings auch zur Folge, dass man oft von unterschiedlichen Seiten „zugespamt“ wird.

Was DARF ich mit WhatsApp machen?

Auch bei WhatsApp ist Datenschutz ein riesiges Thema. Grundsätzlich ist der Dienst durch die Ende-zu-Ende-Verschlüsselung sicher, was jedoch ein großes Problem darstellt ist das Auslesen von den am Telefon gespeicherten Kontakten durch den Messenger. Auch wenn die Möglichkeit besteht, dies in den App-Einstellungen teilweise zu unterbinden, indexiert sich der Dienst komplett in euer Smartphone.

Eine Überprüfung welche Daten tatsächlich von WhatsApp und in weiterer Folge auch von Facebook gespeichert werden, ist jedoch gänzlich unmöglich. Von den Unternehmen selbst gibt es dazu selbstverständlich keine dezidierten Angaben.

Quellen & Links

Gespielte Musik in der Radioversion

  • Hasenscheisse – Monika
  • RatM – Bullet in the Head
  • DSO – Lady Clandestine Chainbreaker

Erwähnte Folgen

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Einsatz von Social Media in deutschen Unternehmen

Im Dezember 2011 hat der Bundesverband Digitale Wirtschaft e.V. (BVDW) die Ergebnisse einer Studie zum Einsatz von Social Media in deutschen Unternehmen veröffentlicht. In der Studie wurden insgesamt 186 Mitarbeiter von Unternehmen befragt, von denen 136 in ihren Unternehmen Social Media nutzen. Laut der Studie kommt Social Media am häufigsten …