Weekly Virals: Die geheimen Alternativen zu Instagram, TikTok & Co. | Podcast

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  1. PhilosophyTube über Datenschutz, Algorithmen und Überwachung
  2. Finnen lernen Fake News in der Schule
  3. Die geheimen Alternativen zu Instagram, TikTok & Co.

Was bewegt das Netz? Worüber sprechen die User? (Fast) wöchentlich stellen wir Euch unsere persönlichen Highlights aus dem Social Web vor.

Meldung #1: PhilosophyTube über Datenschutz, Algorithmen und Überwachung

  • Video von PhilosophyTube (Oliver Thorn) zu “Data”
  • Das Video dreht sich um Persönliche Daten, Datenschutz, Algorithmen und Überwachungsstaat

Meldung #2: Finnen lernen Fake News

In Finnland lernen Schulkinder, wie Hoaxes, Fakes und Desinformationen im Internet entstehen und wie sie diese erkennen können. Das scheint so erfolgreich zu sein, dass andere Länder nun Vertreter/-innen schicken, um von den Finnen zu lernen.

Finland is winning the war on fake news. What it’s learned may be crucial to Western democracy

Helsinki, Finland (CNN) – On a recent afternoon in Helsinki, a group of students gathered to hear a lecture on a subject that is far from a staple in most community college curriculums. Standing in front of the classroom at Espoo Adult Education Centre, Jussi Toivanen worked his way through his PowerPoint presentation.

Meldung #3: Die geheimen Alternativen zu Instagram, TikTok & Co.

1. Byte (sozusagen Vine 2.0)

Vine ist zurück – zumindest irgendwie. Der 2015 von Twitter aufgekaufte und kurz darauf geschlossene Social-Media-Dienst erfreute sich großer Beliebtheit Bei Vine konnte man maximal 6-sekündie loopende Videos aufnehmen. Ob sich Byte mit seinen sechssekündigen Videos gegen die Short-Video-Konkurrenz durchsetzen kann, muss sich zeigen. Inzwischen gibt es TikTok, Instagram, Snapchat, Facebook auf dem Markt, die allesamt ähnliche Features anbieten.

Vine hatte ja wirklich viele Fans damals, keine Frage. Der Erfolg von Byte dürfte maßgeblich davon abhängig sein, ob die alten Vine-Freunde „zurückkehren“.

Vine reboot Byte officially launches

Two years after Vine’s co-founder Dom Hofmann announced he was building a successor to the short-form video app, today Byte makes its debut on iOS and Android. Byte lets you shoot or upload and then share six-second videos. The tiny time limit necessitates no-filler content that’s dense…

Tellonym

Die App ist seit einigen Jahren bei Jugendlichen und Kindern recht beliebt. So funktioniert sie: Nach einer Registrierung auf Tellonym erhält man einen personalisierten Link. Diesen kann man beliebig oft an andere Menschen versenden via Pinnwand oder Nachricht. Klickt jemand auf den Link, wird diejenige Person auf das Profil des Nutzers geleitet und kann dort – auch ohne eigenen Account – Kommentare (sog. „Tells“) hinterlassen. Tellonym lässt sich also hervorragend als Umfrage-Tool oder zum Einholen von Meinungen einsetzen – egal zu welchem Thema. Die Nachteile von anonymer Bewertung (siehe Hatespeech) liegen auf der Hand, aber dadurch ist Tellonym nicht weniger spannend.

Ratgeber: Was Eltern über Tellonym wissen müssen

Bewertungen und Kommentare im Internet können sehr praktisch sein – zum Beispiel dann, wenn man auf der Suche nach einem guten Restaurant oder Hotel für den nächsten Urlaub ist. Problematischer sind Bewertungen zu einzelnen Personen – vor allem, wenn diese anonym abgegeben werden können.

Houseparty

Die App erlaubt es Freunden per Live-Video und Text in Chatgruppen miteinander kommunizieren können. Das bedeutet, dass es sehr einfach ist, sich mit Fremden oder Gruppen zu verbinden. Die Nachteile: Privatsphäre und Datenschutz werden ausgehebelt und Stalking oder Belästigung ermöglicht. Best-case-Szenario: Interessante Gespräche und Kommunikation zwischen Unbekannten wird möglich.

Houseparty: Gefährliche Daten-Klau-Vorwürfe

Ihr könnt euch mit der App Housparty nicht nur zum quatschen mit Freunden verabreden, sondern auch gemeinsam witzige Games spielen. Dazu gehört zum Beispiel „Wer bin ich?“, Trivia-Quizfragen oder Activity-Elemente, wie Begriffe zeichnen oder beschreiben. Wir haben die App natürlich auch gleich heruntergeladen und ein wenig damit herumgespielt.

Planetary Social

Planetary Social heißt der neueste Versuch, den übermächtigen Angeboten von Facebook und Co die Stirn zu bieten. Das Startup verspricht, alles besser zu machen als die Platzhirsche und soll dieses Jahr regulär starten – als „offene und humane Alternative zu Facebook“. Ob dies in der Breite gelingen kann, sei einmal dahingestellt. Wichtig ist lediglich, dass es Menschen gibt, die Social Media weiterdenken und sich zutrauen, dezentrale Alternativen zu erfinden. Der Clou von Planetary besteht nämlich vor allem darin, dass es mit einem offenen Protokoll arbeitet – etwa so wie E-Mail.

Planetary

Evan Henshaw-Plath CEO1st Employee Twitter / Researcher MIT Media Lab. Co-founded and built neo.com consultancy to $15m/annual revenue – sold to Pivotal in 2016. Amanda Hickman Business Development AdvisorRan BuzzFeed’s Open Lab, Document Cloud, and the freelance futures initiative at AIR. Taught journalism at Columbia, CUNY, and UC Berkeley.

Mastodon (anyone?)

Mastodon wurde bereits 2017 gegründet. Die Besonderheit: Es ist Open Source und dezentral. Der 24-jährige Entwickler aus Jena – hier die Patreon-Unterstützerseite für Eugen Rochko (Gargron) hat die Twitter-Alternative Mastodon entwickelt. Es wird bereits diskutiert, ob Mastodon der Twitter-Killer werden könnte.

Mastodon | Quickie – #Onlinegeister

Podcast: Play in new window | Download | Embed Der Dienst läuft dezentral über sog. Instanzen, die sich jeder Interessierte selbst erstellen kann; hier findet sich eine Übersicht aller Mastodon-Instanzen: „instances.mastodon.xyz“. Derzeit (Ende April 2017) nutzen etwa 500.000 Menschen Mastodon. Das Wachstum beträgt etwa 125.000 Nutzer pro Woche.

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