Wie funktioniert der LinkedIn-Algorithmus?

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  • 706 Mio. Nutzer weltweit haben im August 2020 auf LinkedIn zugegriffen
  • LinkedIn wird hierzulande auch wichtiger: 15 Mio. Nutzer kommen aus Deutschland, Österreich und der Schweiz (DACH-Raum)
  • LinkedIn-Feed ist auch algorithmusgesteuert

Wer auf LinkedIn durchstarten möchten und sich eine Gemeinschaft aufbauen will, muss den LinkedIn-Algorithmus verstehen und muss wissen, wie man ihn für die eigenen Zwecke verwendet.

LinkedIn: Der Algorithmus

Ein Algorithmus ist nicht mehr als das Vorgehen, das es einem ermöglicht, ein Problem zu lösen. Im digitalen Zeitalter spricht man jedoch meist von einem Algorithmus, wenn man versucht zu beschreiben wie eine Plattform wie LinkedIn funktioniert, wann bestimmte Inhalte angezeigt werden und welche Ergebnisse durch bestimmte Aktivitäten, wie das Posten eines Fotos, erzielt werden können.

Datenerhebung

Um den LinkedIn Algorithmus verstehen zu können, sollte man zuerst verstehen, wie LinkedIn Daten sammelt. Wenn man sich auf LinkedIn anmeldet, gibt man der Plattform bereits einige Daten (manche freiwillig, andere verpflichtend bei der Registrierung). In der Regel sind das:

  • Name,
  • E-Mail-Adresse
  • Alter,
  • Wohnort,
  • Informationen über Arbeitsorte, wo man derzeit arbeitt und
  • andere grundlegende Informationen

Indem man dies tut, gibt man LinkedIn die Möglichkeit den Nutzer mit anderen Leuten mit einem ähnlichen Hintergrund zu verbinden. LinkedIn schlägt dann beispielsweise Leute vor, die bei derselben Firma wie man gearbeitet haben oder die zur selben Schule gegangen sind.

Wenn man nun noch weitere Informationen angibt, wie beispielsweise Interessen, kann LinkedIn weitere Verbindungen zu anderen Menschen mit ähnlichen Interessen herstellen. Je mehr Informationen man also LinkedIn gibt, desto besser glaubt LinkedIn zu wissen, mit wem man sich verbinden sollte. So weit, so bekannt das Prinzip – denn so funktioniert neben LinkedIn auch Facebook und funktionieren die meisten Algorithmen der Social-Media-Plattformen.

Empfehlungen

LinkedIn verbindet einen nicht nur auf Grund von Interessen, sondern auch auf Grund von Sprachen, gemeinsam genutzten Hashtags oder Themen, für die sich beide Personen interessieren.

Der LinkedIn-Algorithmus lernt jedoch auch von Aktivitäten auf LinkedIn:

  • Der Algorithmus erfasst, welche Posts Personen liken, wie lange sie brauchen um ein Like auf einem Post dazulassen und schlägt ihnen aufgrund dieser Informationen immer mal wieder Inhalte vor.
  • Sollten sie einen Post machen, misst LinkedIn zudem wie lange es dauert, bis ein Post das erste Mal ein Like erhält, kommentiert wird oder geteilt wird.
  • Wird ihr Post schnell geliked, geteilt oder kommentiert, dann teilt LinkedIn diesen mit anderen Leuten auf der Plattform.
  • Bleibt die Interaktionsrate gering, wird LinkedIn den Post eher nicht anderen Leuten vorschlagen.

Der beste Weg, um viel Reichweite erzeugen zu können, ist wahrscheinlich erst einmal den Beitrag zu posten, dann Werbung auf LinkedIn für den Beitrag zu schalten und dann abzuwarten, ob LinkedIn den Beitrag anschließend mehr Leuten vorschlägt. Zudem sollte man in Posts immer einen Call to Action (CTA) haben, was bedeutet, dass man zum Beispiel in einem Post sagen sollte, dass Leute kommentieren oder ein Like auf einem Post dalassen sollen.

Bevorzugte Interaktionstypen

Der LinkedIn Algorithmus zieht Kommentare übrigens Likes und Shares vor und unterdrückt Beiträge, in denen sich Links zu anderen Webseiten befinden. Um den LinkedIn-Algorithmus richtig nutzen zu können, sollte man zudem wissen, wann man postet. Wann genau sind Follower online? Wann benutzen diese LinkedIn?

Wenn man das weiß, kann man genau zu der Zeit posten, wo die meisten Leute online sind und damit die Reichweite von Beiträgen erhöhen. Versuchen sollte man zudem mit Beiträgen nicht ganz LinkedIn anzusprechen, sondern eher nur eine kleine Gruppe. Indem man eine Nische wählt, gibt man dem LinkedIn-Algorithmus eine bessere Möglichkeit eingeordnetz zu werden. Wenn LinkedIn jemanden besser einordnen kann, dann kann man von LinkedIn auch genau den Leuten vorgeschlagen werden, die an der Person oder deren Produkt interessiert sein könnten.

Fazit: LinkedIns Algorithmus ist interessenbasiert

Wenn Inhalte ansprechend sind und andere Leute diese zum Beispiel kommentieren, erhalten Sie dafür im Gegenzug mehr Reichweite. Sie können diese Reichweite mit der Zeit vergrößern oder können auch Reichweite einkaufen, indem Sie Werbeanzeigen schalten (Werbeanzeigen sind okay, aber Sie sollten niemals für Fans oder Follower bezahlen, das ist unseriös!).

Es reicht jedoch nicht, einfach nur Reichweite zu haben, denn ein großes Netzwerk bedeutet nicht automatisch, dass jeder Ihrer Beiträge viel Reichweite erhalten wird. LinkedIn sieht jeden Post als einen eigenständigen Beitrag und merkt sich auch nicht, wie viel Reichweite Ihr letzter Post erhalten hat. Erst wenn Sie dies verstehen und umsetzen, können Sie den LinkedIn-Algorithmus für Ihre Zwecke einsetzen.

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