Twitch Statistiken: 10 Jahre Erfolge, Wachstum und #TwitchLeaks | Dossier

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  • Fast 4 Mio. Leute nutzen Twitch in Deutschland jeden Monat
  • Deutschland macht fast 7 Prozent der weltweit ca. 1,6 Mrd. Zugriffe auf Twitch aus
  • Amazon hat 2014 über 970 Mio. USD für Twitch bezahlt

Gaming, Streaming und Let’s Plays: Das macht und das ist Twitch. Für viele Nutzer ist Twitch die bedeutendste Livestream-Plattform. Der größte Konkurrent, YouTubes Live-Plattform, kann in der Popularität zumindest nicht an Twitch heranreichen. Doch was sagen die Zahlen?

Nutzerzahlen bei Twitch (11/2021)

ZeitraumNutzerzahlen mtl. Deutschland (MAU)Visits mtl. global (MAU)
09/20211.160 Mio.
01/20211.138 Mio.
06/2020866 Mio.
03/20203,58 Mio. 746 Mio.
01/20203,31 Mio.672,5 Mio.
06/20192,72 Mio.670 Mio.
01/20192,81 Mio.~600 Mio.
06/20182,6 Mio.
01/20186 Mio.
Nutzerzahlen bei Twitch im Lauf der Zeit

Was sagen die Zahlen?

Leider sind nicht für alle Zeiträume Zahlen verfügbar. Doch die Trends sind eindeutig: Twitch ist international eine wichtige Plattform, aber fristet in Deutschland eher noch ein Schattendasein. Vor allem aber während der Zeit seit März 2020 hat Twitch teils enormes Wachstum verzeichnet.

Wie viele Menschen nutzen Twitch in Deutschland? 

Fast 4 Mio. regelmäßige Nutzer greifen in Deutschland auf Twitch zu. Damit ist die Plattform eigentlich eher unbedeutend. Doch sie ist vor allem im Bereich Gaming und Let’s Play populär, was wiederum für mehr Visbility sorgt. Die relativ wenigen Nutzer werden dadurch gut ausgeglichen.

Wer sind die Nutzer von Twitch?

Jede Social-Media-Plattform hat bestimmte Eigenschaften, die sie attraktiv machen. Twitch ist vor allem populär bei Gamer:innen und Let’s Playern. Es richtet sich deutlich an eine jüngere Zielgruppe, v.a. an Gen Z und darunter, also Generation Alpha.

Wird das Zuschauerprofil näher angeschaut, sieht man, dass mehr als die Hälfte der User zwischen 18 und 34 Jahre alt sind. Außerdem ist 35% des Publikums weiblich – eine starke Zahl, da Gaming immer noch ein von Männern dominiertes Terrain ist. Auch Streamer sind auf Twitch reichlich vorhanden. Die Sender-Community besteht aus über sieben Millionen Streamer, die mindestens einmal pro Monat Livestreams veröffentlichen. Der erfolgreichste Kanal ist „Ninja“ mit rund 17 Millionen Followern. Bestens in Erinnerung vieler Twitch-Zuschauer ist seine Live-Sendung mit Drake von 2018, die von 635 000 Menschen gleichzeitig angeschaut wurde. In Deutschland hat „MontanaBlack88“ mit über vier Millionen Followern die größte Fangemeinde unter den deutschen Streamern. Die Beziehung zwischen Streamer und Follower ist im Portal oft eng geknüpft. Folglich ist es nicht verwunderlich, dass 70% der Twitch-Gemeinde ihre Lieblingskanäle finanziell unterstützen, sowie 64% Prozent die empfohlenen Produkte kaufen.

Wie wird Twitch genutzt?

Twitch gehört zu den erfolgreichsten Internet-Initiativen der digitalen Ära. Das Portal eilt seit seiner Gründung im Jahr 2011 von einem Erfolg zum nächsten, wie die Zahlen deutlich beweisen. Im Zuge der zunehmenden Digitalisierung werden wir auch in der Zukunft Zeuge von den Erfolgserlebnissen des Live-Streaming-Portals werden. Da können wir Twitch nur alles Gute zum zehnten Geburtstagsjahr wünschen.

Die Erfolge der letzten Jahre zeigen, dass Twitch im Video-Content-Markt als Live-Streaming-Portal den Ton angibt. Tagtäglich besuchen rund dreißig Millionen Menschen die Plattform. Zwischen 2011 und 2020 erhöhte sich damit die Zuschauerzahl um das 86-fache, wobei Twitch bisher immer die Zahlen des vergangenen Jahres übertraf. Demnach wird auch dieses Jahr ein Anstieg erwartet. Mit 23% wird der Hauptanteil des Datenverkehrs auf der Plattform von den US-Amerikanern getragen; Deutschland kommt auf stolze 7%. Die meistgesehene Rubrik ist dabei „Just Chatting“. Danach folgen die legendären Spiele „League of Legends“ und „Fortnite“.

Twitch: Zehn Jahre im Überblick

Viele Nutzer von Twitch haben technisch anspruchsvolle Aufbauten.
Viele Nutzer von Twitch haben technisch anspruchsvolle Aufbauten.

Die Twitch-Gründer Justin Kan und Emmett Shear initiierten 2007 „Justin.tv“, das ihren Usern erlaubte, Videos per Livestreaming ins Internet zu übertragen. Das ursprüngliche Ziel des Projekts war, dass Menschen aus aller Welt ganz Alltägliches aus ihrem Leben veröffentlichen. Doch alles entwickelte sich anders. Die Plattform wurde zu einem populären Online-Treffpunkt für Computerspieler, die ihre Spielperformance mit anderen Usern teilten, wodurch Gaming Schritt für Schritt „Justin.tv“ zu dominieren begann. 2011 wurde eine Spin-Off-Version des Portals veröffentlicht und damit Twitch ins Leben gerufen, dessen thematischer Dreh- und Angelpunkt nichts anderes als Gaming war. Nun existierte offiziell eine Plattform, die sowohl Social Media, Broadcasting und Entertainment unter einen Hut brachte, als auch unterschiedliche Gaming-Fans auf der ganzen Welt zusammenscharte. Von GTA- und Call of Duty-Fans, über Poker- und Schachprofis, bis hin zu FIFA-Anhängern; jeder Spieler fand auf dem Live-Streaming-Dienst eine Nische für sich.

Und Twitch ging gleich einen Schritt weiter und startete ein Partnerprogramm, das Streamern den Weg zum Geld verdienen eröffnete. Bis heute funktioniert dies nach folgendem Prinzip: Wenn Streamer einen festen Sendeplan sowie im Schnitt über 500 Follower besitzen, erhalten sie einen monetären Anteil sowohl an der eingeblendeten Werbung als auch von der Summe der zahlenden Abonnenten. Zudem können Zuschauer die Streamer auch in Form von Spenden während den Live-Sendungen finanziell unterstützen.

Parallel zu der steigenden Internetnutzung und dem allgemeinen Aufwärtstrend in der Spielebranche, entwickelte sich der Live-Streaming-Dienst bis 2014 zur beliebtesten Online-Adresse der Gamer. In den USA war Twitch in Spitzenzeiten nach Netflix, Google und Apple die am vierthäufigsten abgerufene Seite und machte natürlich die Giganten der IT-Branche auf sich aufmerksam: Amazon kaufte das Unternehmen Twitch Interactive auf, ohne viel an der Geschäftsführung zu verändern. Vorteilhaft wurde es vor allem für die Twitch-User, die ab 2016 Zugang zu allen Vorteilen von Amazon Prime, wie kostenlose Lieferungen oder spezielle Rabattmöglichkeiten erhalten haben. Bis heute versucht Twitch seine Plattform zu verfeinern und benutzerfreundlicher zu machen. Unter anderen wurde ein Game-Store eingeführt, aber wegen mangelndem Interesse wieder abgeschafft, sowie eine Internet Games Database neu eingegliedert, um Speicherung und Suchanfragen zu optimieren. Im Moment plant die Plattform drei neue Features, die noch in der Testphase stecken. Bei positivem Feedback von Usern werden sie in das System integriert.

#Twitchleaks 2021

Anfang Oktober 2021 wurde Twitch gehackt; viele Informationen wurden erbeutet und wurden und werden gerade im Netz hochgeladen, darunter Folgendes:

  • Die Top-100-Streamer mit ihren Einnahmen seit 2019 sind online; preisliche zwischen 800k und 9,8 Mio. USD
  • Der gesamte Quellcode von Twitch ist online einsehbar, bspw. bei Github

10 Jahre Twitch

Twitch feiert 2021 sein 10-jähriges Bestehen. Das hochpopuläre Live-Streaming-Portal versorgt seit 2011 Millionen von User mit spannenden Gaming-Inhalten und Live-Sendungen. Trotz unglücker Situation wie den #Twitchleaks hat sich Twitch bislang noch nicht als ein zu negatives oder toxisches Angebot erwiesen. Zahlen und Statistiken beweisen, dass das Portal vermutlich auch in der Zukunft den Ton im Video-Content-Markt für Live-Inhalte angeben wird. 

Quellen

  • https://www.agof.de/studien/daily-digital-facts/
  • https://www.affde.com/de/twitch-users.html
  • buggisch.wordpress.com/tag/statistik/
  • https://datareportal.com
  • https://www.futurebiz.de/artikel/twitch-statistiken/
  • https://similarweb.com/website/twitch.tv#overview
  • https://socialmediastatistik.de/infografik-social-media-universum/
  • https://statista.com/statistics/511558/twitch-traffic-by-country/https://streamproject.de/twitch-deutschland

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