Content-Marketing: Neuer Wein, alte Schläuche und gute Inhalte | Dossier + Podcast + Infografik

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Mehr Internetnutzer greifen über Smartphones oder Tablets auf Inhalte zu als über stationäre Geräte. Anbieter wie Instagram oder TikTok und neue Trend-Apps wie BeReal funktionieren vor allem über Content. Zusammen mit stärkerer Kontrolle durch Datenschutzgesetze Wird Content-Marketing also das neue Normal?

Infografik: It’s the content, stupid!

Infografik Social Media Statistik zum Thema content marketing influencer marketing

Grund „Welche Vorteile bieten Influencer?“Anteil in %
Content generieren36 %
Zielgruppe ansprechen31 %
haben mehr Authentizität31 %
haben stärkere Reichweite23 %
haben geringere Streuverluste12 %
sind effizienter5 %
Welche Vorteile bringen Influencer laut Marketingverantwortlichen in Unternehmen?

Content wird cool

Content gehört in den Bereich Social Media. Beim Content dreht es sich vor allem darum, Inhalte zu generieren. Das heißt im Normalfall: Texte schreiben. Also Blogs? Nein, Content ist nicht automatisch ein Blogartikel. Häufig sind Blogs und Websites die Content-Maschinen im Netz. Doch Content ist mehr als nur ein Blogtext. Genauso ist Social Media so viel mehr als nur Facebook.

Ich mache die Erklärung am Beispiel Social Media. Die Definition habe ich dem Wikipedia-Artikel entnommen:

“Social Media (auch Soziale Medien) sind digitale Medien und Technologien (vgl. Social Software), die es Nutzern ermöglichen, sich untereinander auszutauschen und mediale Inhalte einzeln oder in Gemeinschaft zu erstellen.”

Worum geht es also? Um den Austausch von Inhalten und das Erstellen von Inhalten. Es geht also um: Kommunikation. In dieses Spannungsfeld zwischen Inhalt und Austausch sollte Content-Marketing greifen.

Reklame wird immer stärker ignoriert oder sogar bekämpft – die große Klagewelle gegen Adblocker Plus unterstützt diese Aussage.

Es gibt gleichzeitig auch bedenkliche Entwicklungen – etwa den starken Anstieg an Schleichwerbung insb. in den Bereichen Beauty-Blogging. Doch gutes Content-Marketing sollte sich dadurch auszeichnen, dass es vor allem ehrlich und offen mit dem Werbecharakter umgeht.

Content Gap: Generationen reagieren unterschiedlich auf Inhalte

Bildquelle t3n via adweek
Eine in Adweek publizierte Studie von Olapic zeigt deutlich wie unterschiedlich (US-amerikanische) Konsumenten mit verschiedenartigen Inhalten umgehen.

Die Babyboomer-Generation (geboren ab Ende Zweiter Weltkrieg bis etwa Mitte/Ende 1960er) bevorzugt bspw. nur zu 50 Prozent Bildinhalte – dafür eher Texte und Videos.

Die Millennial-Generation (geboren ab 1980er bis 2000) ist hier wesentlich visueller geprägt: Im Gegensatz zu den Babyboomern, die Facebook bevorzugen, nennen sie häufiger den Bilderdienst Instagram als liebsten Social-Media-Kanal. Dazu kommt: Millennials bevorzugen zu etwa 75 Prozent Bildinhalte. Hier ein schneller Überblick, was die Millennials bzw.

Auch spannend:  Dossier: Social Media in China - Haben Chinesen Instagram?

Make good content: So wird Content generiert

Content ist also nicht einfach nur der Inhalt, der übermittelt wird. Am Ende geht es um die richtige Kommunikation mit der Zielgruppe. Das Kommunikat ist das, was Informationen und Mehrwert trägt.

Reklame und Werbung sind im Grunde auch Kommunikation, bei der ein Konsument vom Kauf eines Produkts oder einer Dienstleistung überzeugt werden soll.

Manche Werbungen gehen über Fakten wie Leistung, Qualität oder Marke, aber viele und immer mehr Unternehmen versuchen über Gefühle und emotionale Ansteckung zu verkaufen.

Was guten Content schlussendlich ausmacht ist der Nutzen für den Empfänger: Kenne deine Zielgruppe und du wirst wissen, was sie interessiert.

Geboren bis 1980: Give it straight – Fakten, Texte und ein paar Bilder

Die Generationen, die seit dem Zweiten Weltkrieg geboren wurden und jetzt in ihren 40ern und älter sind, wollen vor allem: Informationen. Harte Fakten, Erklärtexte. Ein paar illustrierende und vor allem nützliche Bilder sind auch gut, aber kein Muss.

Geboren ab 1980: Get visual – Werbung funktioniert über Schauwerte

Egal ob Werbung, gut geschriebene Blogbeiträge oder hochwertig produzierte Videos: visuelle Schauwerte zünden am besten bei jüngeren Leuten bis in ihre 30er. Der Aufstieg von Instagram, Snapchat und den visuellen Features von Twitter, Facebook & Co. speziell bei einer jungen Generation zeigen das deutlich.

Zielgruppen: Gen Z … und danach?

Fazit: Visueller werden, aber es nicht übertreiben

Erst kürzlich haben führende Media-Entscheider im t3n-Interview gemeint, dass Content-Marketing weiter zunehmen wird. Das ist die gute Seite.

Ich warne aber davor nun auf den Optik-Zug aufzuspringen. Gut geschriebene Texte und tolle Inhalte sind weiterhin wichtig. Infografiken oder andere Tools, mit denen Informationen hochwertig und kurzweilig aufbereitet werden können, werden immer wichtiger, wenn Sie alle Zielgruppen erreichen wollen.

Analyse: Wie produziere ich mit SMART Content gute Posts?

Immer wieder lassen wir Gastautoren zu Wort kommen, die ihre Erfahrung teilen. Heute geht es um einen Ratgeber-Beitrag zum Thema "Makrofotografie in der Natur" für Instagram sowie Bearbeitungstipp und statistischer Auswertung der Reichweite.

Was ist SMART Content?

Das SMART-Prinzip lässt sich auch auf Content-Entwicklung anwenden. Content sollte SMART gestaltet werden, das heißt:

  • #1 Specific (= spezifisch, also zielgerichtet)
  • #2 Measurable (= messbar, also konkrete Vorgaben)
  • #3 Achievable (= erreichbar, also umsetzbar)
  • #4 Reasonable (= vernünftig, also realistisch)
  • #5 Time-bound (= terminiert, also im Zeitrahmen)
Auch spannend:  Infografik: Deutsche Rapper - Wer hat die meisten Follower bei Instagram?

Auf das Beispiel angewandt:

Wie ist dieser Content SMART aufgebaut? Nämlich so:

  • S = Herausfinden ob sich meine Follower auch für individuelle Bearbeitungstipps interessieren
  • M = Auswertung Programm – Insights – nutzen um Herzen, Kommentare, Reichweite, Profilaufrufe, Anzahl von Speicherungen zu analysieren + Impressionen
  • A = Zurzeit gebe ich Makrotipps + Kameraeinstellungen –
    Planung des Beitrages um herauszufinden ob auch Interesse an individuellen Bearbeitungstipps besteht
  • R und T = Da Zeithorizont für diesen Beitrag 1 Woche darstellte, war genug Zeit den Beitrag zu schreiben, zu analysieren und darzustellen

Content-Auswertung mit Facebook Insight

Insight ist ein kostenloses Analysetool von Instagram (bzw. dem Mutterkonzern Facebook) für Business-Konten ab 100 Follower. Demografische Daten der Zielgruppe werden angezeigt. Das Ziel war es zu erfahren ob meine Follower, die ebenfalls an der Makrofotografie interessiert sind und zu möglichen Kunden werden können, durch meine Bilder, Tipps und soziale Interaktionen auch zusätzliches Interesse an Bearbeitungstipps haben.

Mit diesem ersten Post, bezüglich der Bearbeitung, konnte ich noch kein zufriedenstellendes Ergebnis erzielen. Ich habe eine geringe Reichweite von 262 erzielt. Wenn es gut läuft, kann die Reichweite über 1000 Personen erreichen.

Ich habe 2 positive Reaktionen auf meine Fragestellung bekommen, 2 allgemeine Reaktionen bezüglich des Radialfilters. Da ist noch Luft nach oben.

Fazit und Konsequenz

Anhand eines Posts möchte ich nicht festmachen ob es Sinn macht Bearbeitungstipps mit in meine Posts mit aufzunehmen, deswegen:

  • 3 weitere Posts mit ansprechenden Bildmaterial und passenden Tipp anbieten – dann neu analysieren und gucken ob es Sinn macht oder Zeitverschwendung ist
  • Persönlich den Post mit noch verständlicheren Bildmaterial – Vorher-Nachher-Effekt füllen
  • Tipps knackiger und zielführender schreiben um Zielgruppe noch besser zu erreichen – Übung und Zeit dafür einplanen

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  1. Pingback: Marketing und Social Media-Strategien werden immer wichtiger - Job-Blog

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