#RezoVideo & Co.: Wie werden #Ibizagate oder „Die Zerstörung der CDU“ so populär? | Podcast

In den letzten Wochen haben immer wieder virale Videos den gesamten deutschsprachigen Raum durchdrungen: Letzte Woche war es #IbizaGate um die Bestechlichkeit und moralische Fragwürdigkeit des österreichischen Politikers Heinz-Christian Strache (FPÖ). Aktuell dreht sich alles um den YouTuber Rezo und sein Video, in dem er sich auf die CDU und deren Politik der letzten Jahrzehnte konzentriert.

Wie können solche Videos derart populär werden?

Neues Video: „Ein Statement von 80+ YouTubern“ – Rezo fokussiert ein konkretes Thema

Am 24. Mai 2019 kam ein neues Rezo-Video, welches schlicht „Ein Statement von 80+ YouTubern“ heißt:

Ein Statement von 90+ Youtubern

Hier ist der Text nochmal in schriftlicher Form. Jeder Youtuber, der noch mit unterzeichnen möchte, kann sich gerne irgendwie melden.________________________…

In diesem Video, welches nur knapp 3 Minuten lang ist (das CDU-Zerstörung-Video war knapp 55 Minuten lang) wird eher emotional argumentiert und mit Fokus auf Umweltschutz und die dieses Wochenende anstehende Europawahl.

Im Video beginnt der YouTuber Rezo und wird dann von einer Diashow-artigen Aneinanderreihung von etwa 30 YouTubern unterstützt.

Die Auftretenden lesen sich wie ein Who’s Who der deutschen YouTube Szene: Zu Wort kommen unter anderem Julien Bam, Katja Krasavice, Unge, DagiBee und andere. Die offizielle Unterstützerliste lautet:

  1. Julien Bam,
  2. DagiBee,
  3. Vik,
  4. Emrah,
  5. Anni the Duck,
  6. Mirellativegal,
  7. Oğuz Yılmaz,
  8. Fynn Kliemann,
  9. Rezo,
  10. Tim Jacken,
  11. Toni Pirosa,
  12. DeChangeman,
  13. Rick (SpaceFrogs),
  14. Steven (SpaceFrogs),
  15. Aaron Troschke,
  16. Greeen,
  17. Katja Krasavice,
  18. Malwanne,
  19. Luca Concrafter,
  20. Unge,
  21. Jana Nell,
  22. Alexi Bexi,
  23. Alycia Marie,
  24. Diana zur Löwen,
  25. Marti Fischer,
  26. Jodie Calussi,
  27. Mii Mii,
  28. Julia Beautx,
  29. CrispyRob,
  30. Simon Will,
  31. Rewi,
  32. Taddl,
  33. Trymacs,
  34. Phil Laude,
  35. Izzi,
  36. Nia,
  37. Fräulein Chaos,
  38. Heider,
  39. Soja (SophieDoesRandomStuff),
  40. Gordon (Vegan ist ungesund),
  41. Aljosha (Vegan ist ungesund),
  42. Jonas (Simplicissimus),
  43. David (Simplicissimus),
  44. Tilo Jung,
  45. OpenMind,
  46. Kiko,
  47. Gong Bao,
  48. Sturmwaffel,
  49. Barbara Sofie,
  50. Hendrik Rettkowski,
  51. David Hain,
  52. Fabian Siegismund,
  53. Ambre Vallet,
  54. LeFloid,
  55. Naomi Jon, Klengan,
  56. Kayla Shyx,
  57. Luna F. Darko,
  58. dyzzy,
  59. Nhi,
  60. Marius (Angeschrien),
  61. Sonny Loops,
  62. Ischtar Isik,
  63. Jonas Ems,
  64. Paul (Ultralativ),
  65. Fynn (Ultralativ),
  66. Danergy,
  67. Lenny (Lennyficate),
  68. 2Bough,
  69. Domino Kati,
  70. Marie (Snukieful),
  71. EasyAlex,
  72. Kelly,
  73. GermanLetsPlay,
  74. Maxim Markov,
  75. Alexander Straub,
  76. Jolina Mennen,
  77. Firegoden,
  78. Keanusworld,
  79. Doktor Whatson,
  80. Silvi Rockstar,
  81. Vincent Lee,
  82. Krancrafter

#RezoVideo: „Die Zerstörung der CDU“

Falls jemand das Video noch nicht gesehen hat, hier die Einbettung:

Die Zerstörung der CDU.

Die Europawahl bzw EU-Wahl steht vor der Tür. Ob CDU, SPD oder AfD gute Parteien sind, die im Einklang mit Wissenschaft und Logik stehen, versuche ich in die…

Auf knapp 55 Minuten Länge äußert sich der YouTuber Rezo zur Politik der CDU in den letzten Jahrzehnten, auch zu aktuellen Entwicklungen in Klima-, Gesellschafts-, Umweltschutz- oder Außenpolitik.

Politik schadet nicht: Rezos Abozahlen gehen steil hoch

Dem YouTuber hat der Exkurs nicht geschadet, denn seine Abonnentenzahlen steigen deutlich an:

In den letzten zwei Wochen vor dem Video stiegen die Abozahlen des YouTubers täglich um einige tausend. Nach dem Erscheinen des Videos „Die Zerstörung der CDU“ stieg die Zahl der Abonnenten stetig an, z.T. um mehrere zehntausend am Tag. Die breite

Rezo hat die beiden Z beachtet und hält sich ans PESTO-Prinzip

Für den historischen Kontext: Rezo gehört zur Bam Crew, also den Kollegen und Mitarbeitern des ebenfalls bekannten YouTubers Julien Bam. Des Weiteren hatte sein Kanal bereits mehrere hunderttausend Abonnenten bevor sein CDU-Video online ging. Er startete also nicht bei Null.

Infografik SocialMediaStatistik.de zum Thema rezo youtube abonnenten

Über 600.000 Abonnenten hatte der YouTuber bereits. Das ging aber nach dem CDU-Video fast durch die Decke. Am 24. Mai lagen die Abonnenten bei fast 800.000 Nutzern. Wie hat der YouTuber das erreicht?

Er hat sich an die beiden Z gehalten:

Rezo spricht zielgruppengerecht

Er redet kurz und knackig und sehr verständlich und anschaulich. Am Beispiel Erderwärmung, wie CO2 in die Luft kommt, meint er:

„Das ist in der Erde drin. Wir buddeln das aus. Verbrennen das. Und so kommt der Shit in die Luft.“

Er bedient sich typischer Jugendsprachelemente, arbeitet auch häufig mit konversationellen Markern wie Betonung oder Ironie und verdeutlicht seine Aussagen durch kurze Wiederholungen und Zusammenfassungen:

„Das Problem ist also nicht, dass es CO2 gibt, sondern dass es mehr wird.“

Rezo spricht zielgerichtet

Sein Video hat eine deutliche  Agenda. Dazu ein  aktuelles Thema (Wahlen stehen an). Inzwischen gibt es sogar eine Change.org-Petition, die das Video in den öffentlich-rechtlichen Rundfunk bringen möchte.

Manche können sich über die Art und Weise im Video aufregen. Rezo geht die CDU und andere Parteien wie SPD und AfD zum Teil sehr persönlich an, aber das ist okay. Das Video will keine neutrale und objektive Dokumentation sein. Es ist die Abrechnung eines Menschen. Darin liegt das Ziel und dieses Ziel verfolgt der YouTuber.

PESTO-Prinzip eingehalten

Die ersten beiden Buchstaben des PESTO-Prinzips sagen, dass man Person und Ergebnis eines Vorhabens kennen sollte. Rezo hat seine Zielgruppe konkret angesprochen und sein Zielvorhaben ebenfalls sehr konkret erwähnt. Es ist sogar der Titel des Videos.

Was ist mit anderen viralen Hits wie #IbizaGate?

Das sogenannte Ibiza-Video zeigt den österreichischen Politiker Heinz-Christian Strache und seinem Kollegen Gudenus in einer Villa auf Ibiza, wie er sich mit anderen, russischsprachigen Menschen unterhält. Darin lässt Strache einige als bedenklich einzuschätzende Äußerungen erklingen. Eine ausführliche Analyse gibt es hier (Reaktionen bei Facebook finden sich u.a. hier):

Politik-Skandal in Österreich! Alle Infos | #IbizaAffäre

Österreichs Regierung löst sich auf – und der Grund dafür ist ein pikantes Video aus dem Jahr 2017, das jetzt aufgetaucht ist. Im Zentrum: Vizekanzler Heinz-…

Dieses Video, genau wie andere, sind symptomatisch für eines: Lust und Neugier von Menschen, der Voyeurismus im Internet und ein gutes Timing.

Denn ähnlich wie beim #RezoVideo ist auch das sogenannte #Ibizagate um Strache und die FPÖ kurz vor einer Wahl aufgekommen. Damit liegt der Fokus bereits auf verwandten Themen bzw. im Dunstkreis und dadurch lassen sich dann auch leichter solche Themen pushen.

Fazit: Formel für virale Hits?

Zielgerichtetheit und Zielgrupenspezifik helfen natürlich, relevante Videos zu produzieren. Doch schlussendlich gilt auch immer der Zufall. Das Rezo-Video ebenso wie das Strache-Video haben eine große Reichweite erhalten, aber hätten genauso in der Versenkung verschwinden können. In beiden Fällen hat geholfen, dass es entweder von bereits zuvor populäreren Produzenten hergestellt bzw. sich um populäre (Strache war Vizekanzler Österreichs) Menschen dreht.

Das Erfolgsrezept für virale Hits gibt es nicht, aber etwas über seine Zielgruppe zu wissen und ein konkretes Ergebnis im Kopf zu haben bei der Produktion können bereits extrem weiterhelfen.

Podcast-Analyse vom #RezoVideo

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Die Digitalisierung der Steuer | Podcast

Vielleicht fragen sich ein paar von euch: Warum habt ihr euch mit Steuern beschäftigt? Aus gegebenem Anlass: Ab 2019 muss die Steuererklärung nicht mehr am 31. Mai, sondern erst am 31. Juli eingereicht werden.

Wir wollen euch ein paar wichtige und nützliche Tipps und auch Stats geben, wie sich Steuern und Finanzen in den letzten Jahren verändert haben

Steuererklärung – die Basics

Jeder kennt sie, aber wer hat sich schon wirklich mit ihr beschäftigt? Was muss ich an sich erstmal wissen bzgl. der Steuererklärung?

Wer muss eine Steuererklärung machen?

In Deutschland sind etwa 45 Mio. Menschen steuerpflichtig. Alle Nicht-Selbständigen haben übrigens eine Wahl: Entweder niemals Steuererklärung machen (dann wird alles nur grob geschätzt vom Staat) oder freiwillig eine Steuererklärung machen, danach aber immer und verpflichtend. Das ist wie als Mieter niemals eine Betriebskostenabrechnung zu bekommen: dann werden die pauschal gezahlten Monatsbeiträge einfach als Grundlage belassen und es wird niemals nachgerechnet oder der Mieter nun zu viel oder zu wenig bezahlt hat.

Alle Selbständigen müssen immer verpflichtend eine Steuererklärung machen. Keine Ausnahmen.

Wann besteht Steuerpflicht?

Steuerpflicht besteht für Bundesbürger lt. § 1 EStG unbeschränkt. Seuerpflichtig sind Bundesbürger, wenn der Grundfreibetrag überschritten ist (Grundfreibetrag für 2018 = 9000 € für Ledige); also wenn ein Lediger mehr als 9000 € im Jahr verdient. Darunter müssen Bundesbürger keine Steuern zahlen, weil das an unzumutbare Härte gelten würde.

Ausländer (gem. § 49 EStG) in oder außerhalb der Europäischen Union unterliegen einer beschränkten Steuerpflicht, weil in den Heimatländern die Steuer zu zahlen ist. Arbeitet beispielsweise ein Österreicher in Deutschland, muss er nur bestimmte Steuern entrichten, aber leistet seine normale Steuererklärung im Heimatland. Dafür gibt es besondere Formulare, die AUS-Anlagen.

Wann muss ich meine Steuererklärung machen?

Bislang spätestens am 31. Mai jedes Jahres; seit 2019 spätestens am 31. Juli jedes Jahres.

Wie kann ich elektronisch meine Steuererklärung machen?

Die elektronische Steuererklärung gibt es seit 1999. Früher funktionierte das noch so: ausdrucken und abgeben, heute komplett elektronisch übermittelt. 2016 wurde das Steuermodernisierungsgesetz eingeführt und bis 2022 soll die Steuer ausschließlich elektronisch erfolgen (Wegfall der Papier-Erklärungen).

Immer mehr machen ihre Steuer elektronisch über das System ELSTER der Finanzbehörden:

Infografik SocialMediaStatistik.de zum Thema elster steuererklaerung

Waren es 2010 nur 8,6 Millionen Deutsche, haben 2018 bereits 23,1 Millionen Deutsche über ELSTER ihre Steuererklärung gemacht.

 
Jahr20102012201420162018
ELSTER-Erklärungen in Mio.8,61216,12123,1

ELSTER

Betrieben wird ELSTER von der bayerischen Finanzaufsicht. Diese stellt nach dem Föderalismus-Prinzip den anderen Bundesländern die Technologie zur Verfügung.

Wie funktioniert die Steuererklärung mit ELSTER - so rein technisch? (CC BY-SA)
Wie funktioniert die Steuererklärung mit ELSTER – so rein technisch? (CC BY-SA)

ELSTER steht für ELektronische STeuerErklärung. Wir fragen uns immer wieder ob die diebische Elster so ein gelungener Namenspatron ist?

Es gibt drei Möglichkeiten, wie sich ELSTER nutzen lässt

Variante 1: ELSTER.de nutzen

Mein Elster unter www.elster.de als Online-Tool nutzen.

Die Vorteile von ELSTER.de:

  • von Finanzbehörden erstellt,
  • alles online + in der Cloud gespeichert und damit gesichert

Variante 2: ElsterFormular  installieren

Unter www.elster.de/eportal/infoseite/elsterformular das Download-Programm herunterladen und installieren.

Die Vorteile von ElsterFormular:

  • von Finanzbehörde erstellt,
  • alles offline (kein Internet nötig) und
  • lokal gespeichert

Variante 3: Drittanbieter-Software

Aktuell gibt es bei www.elster.de 560 Drittanbieter, die von den Finanzämtern anerkannt sind (Übersicht hier)

Die Vorteile:

  • ggf. Zusatzinformationen
  • ggf. Tipps und Tricks zur Steuervermeidung

Quelle: https://commons.wikimedia.org/wiki/File:Elster-verfahren-abstrakt-2017.png

Wie melde ich mich bei ELSTER an?

Die Anmeldung erfolgt über www.elster.de über eine zweifach authentifizierte Registrierung:

  1. Nach der Registrierung erhalte ich eine E-Mail mit Freischalt-Link
  2. Später erhalte ich Post mit einem Brief mit Freischalt-Code, den ich im Link eingeben muss

Wie funktioniert ELSTER?

ELSTER ist ein Übermittlungsstandard (ähnlich wie html, DIN A4 etc.). Die Übermittlung von Steuerdaten ist Ende-zu-Ende-verschlüsselt und damit sicher.

Jede Übermittlung braucht einen Schlüssel, mögliche Schlüssel:

Für die Steuererklärung bei ELSTER brauche ich eine Zertifikatsdatei, einen Sicherheitsstick, meinen neuen Personalausweis oder eine Signaturkarte mit Lesegerät (Quelle ELSTER.de).
Für die Steuererklärung bei ELSTER brauche ich eine Zertifikatsdatei, einen Sicherheitsstick, meinen neuen Personalausweis oder eine Signaturkarte mit Lesegerät (Quelle ELSTER.de).

Was muss alles in die Steuererklärung rein?

Das kommt drauf an ob du selbständig bist oder nicht. In der Regel muss immer der sogenannte  Hauptvordruck ausgefüllt werden. Da kommen die wichtigsten Angaben wie Name etc. rein.

Anlagen

Der Rest sind Anlagen, die nur ausgefüllt werden müssen, wenn für mich zutreffend:

  • Anlagen (für Nicht-Selbständige):
    1. Anlage AUS (ausländische Einkünfte)
    2. Anlage AV (Altersvorsorge)
    3. Anlage FW (Förderung Wohneigentum)
    4. Anlage KAP (Kapitalvermögen, also Aktien etc.)
    5. Anlage KAP-BET (Kapitalvermögen aus Beteiligungen)
    6. Anlage KAP-INV (Kapitalvermögen aus Investments)
    7. Anlage Kind (Kinder)
    8. Anlage L (Land- und Forstwirtschaft)
    9. Anlage N (Nicht selbständige Arbeit)
    10. Anlage N-AUS  (Nicht selbständige Arbeit im Ausland)
    11. Anlage R (Rente)
    12. Anlage SO (Sonstiges, bspw. Grundstücksverkäufe)
    13. Anlage Unterhalt (Unterhaltsleistungen)
    14. Anlage V (Vermietung + Verpachtung)
    15. Anlage Vorsorgeaufwand (KV/AV/PV)
    16. Anlage Weinbau (das ist einfach)
    17. Weitere: Anlage 13a, WA (treffen nur selten zu)

 

  • Anlagen (für Selbständige)
    1. monatlich oder quartalsweise:
      • Umsatzsteuervoranmeldung (vgl. Nebenkostenvorauszahlung)
    2. jährlich:
      • Anlage EÜR (Einnahmen-Überschuss-Rechnung; Freiberufler)
      • Anlage G (Gewerbebetrieb)
      • Gewerbesteuererklärung
      • Körperschaftssteuererklärung (UG, GmbH etc.)
      • (der Rest ist v.a. für Kapitalgesellschaften relevant)

Welche Steuertricks gibt es?

Es gibt Pausch(al)beträge und Vergünstigungen wie Umzugspauschale, Weiterbildungen (auch für Studis interessant). Das sind die legalen Steuertricks. Wir haben bei unserer Partnerseite Selbständig in Mitteldeutschland eine Übersicht erstellt:

Pauschbeträge für die Steuererklärung 2018

Podcast: Play in new window | Download (Duration: 26:18 – 21.1MB) In Deutschland sind 2019 etwa 45 Mio. Menschen steuerpflichtig. Es ist ein leidiges und wiederkehrendes Thema für viele: die SSteuererklärung Deswegen haben wir unsere besten Tipp und legalen Steuertricks zusammengetragen. Dieser Beitrag erscheint auch aus gegebenem Anlass: Ab 2019 muss die Steuererklärung nicht mehr am 31.

 

Quellen

  • https://de.statista.com/statistik/daten/studie/1376/umfrage/anzahl-der-erwerbstaetigen-mit-wohnort-in-deutschland/
  • https://www.steuer-schutzbrief.de/grundfreibetrag.html

Anm.: Wir sind keine Steuerfachangestellten, Steuerberater oder Steuerbeamte. Wir geben Tipps und erweitern diesen Beitrag konstant, aber sind dankbar für Anmerkungen und Verbesserungsvorschläge.

Hören & Download

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Update: Nutzerzahlen Q1 2019: Facebook strauchelt, Twitter triumphiert, XING wächst und Snap stagniert? | Podcast

Was haltet ihr davon: Wir berichten von den Quartalszahlen börsennotierter Unternehmen. Schreibt uns eure Meinung!

Mehr erfahren„Update: Nutzerzahlen Q1 2019: Facebook strauchelt, Twitter triumphiert, XING wächst und Snap stagniert? | Podcast“

Marketing bei Game of Thrones ⚔️| Podcast

Die Ausnahme-Serie Game of Thrones konnte nicht nur – entgegen den allgemeinen Trend –  ihre Zuschauerzahl von Staffel zu Staffel vervielfachen, sondern schaffte es auch, trotz teilweise weniger gelungener Staffeln, ihre Zuschauer bei der Stange zu halten. Grund genug für uns, um der Sache auf den Grund zu gehen und uns mit dem Marketing und Social Media-Management der Serie näher zu beschäftigen.Mehr erfahren„Marketing bei Game of Thrones ⚔️| Podcast“

“Brexit” 🇬🇧 | Podcast

Der Brexit schlägt schon seit einiger Zeit hohe Wellen und ist allerorts Thema. Auch wenn uns dieser in unserem Alltag bis dato kaum betrifft, ist es schade, wenn ein Staatenbund zu bröckeln beginnt. Warum wir den Brexit behandeln? Ganz einfach, auch bei den Themen Digitalisierung, DSGVO etc. spielt der Brexit wesentliche Rolle. Mehr erfahren„“Brexit” 🇬🇧 | Podcast“

Digitalisierung: Sicht auf Sex, Beziehung & Co.? | Podcast

Die fortschreitende Digitalisierung hat viele Bereiche des täglichen Lebens grundlegend verändert. Auch in Sachen Liebe ist nichts mehr so, wie es noch vor 15 oder 20 Jahren war. Wie sich unsere Sicht auf Sexualität und Beziehungen verändert hat, ergründen wir in diesem Beitrag.

Sex und Erotik sind in der westlichen Welt längst allgegenwärtiger

Im Jahr 2012 gab das Top-Model Laetitia Casta ein vielbeachtetes Interview. Die damals 33-jährige Französin monierte darin, dass Sex in der westlichen Gesellschaft allgegenwärtig sei. Für sie selbst habe Erotik weniger mit Nacktheit zu tun. Diese Aussage ist umso interessanter, als das Top-Model selbst jahrelang mit äußerst freizügigen Auftritten für Schlagzeilen sorgte. So erschien sie im Jahr 2010 zur Verleihung des Filmpreises „Cesar“ in einem nahezu transparenten Kleid.

Die permanente Gegenwart von sexualisierten Darstellungen hat dazu geführt, dass immer schwerere Geschütze aufgefahren werden müssen, um Aufmerksamkeit zu erregen. Wenn in den 1960er-Jahren eine bekannte Schauspielerin wie Brigitte Bardot ein wenig Busen zeigte, stand die Weltöffentlichkeit Kopf. Heute lösen solche Bilder nicht mehr als ein Achselzucken aus. Selbst Weltstars wie Lady Gaga müssen heute alle Register ziehen, um beachtet zu werden. Pornofilme werden inzwischen wie Kinofilme rezensiert, und manche Sex-Blogs haben mehr Leser als große Newsportale. Kurz gesagt: Wer beachtet werden will, muss sich etwas einfallen lassen. So entstehen immer neue Tabubrüche, was zwangsläufig dazu führt, dass die Grenzen des guten Geschmacks ein ums andere Mal überschritten werden.

In Stimmung zu kommen wird immer schwieriger

Zu Beginn des vergangenen Jahrhunderts genügte ein entblößtes Frauenknie, um einen Mann zu erregen. In den 50er- und 60er-Jahren waren Oben-ohne-Fotos das höchste der Gefühle. Mit dem Aufkommen von Pornos für den Heimgebrauch änderte sich die Situation ein wenig: Wer sich mit bewegten Bildern in Stimmung bringen wollte, musste dazu nicht mehr den Weg ins Bahnhofsviertel antreten. An eine flächendeckende Verfügbarkeit von pornografischen Bildern und Videos war in den 80er- und 90er-Jahren jedoch nicht zu denken, da die dafür benötigte Technologie nicht zur Verfügung stand.

Seitdem es schnelle Internetverbindungen gibt, hat sich unsere Einstellung zu pornografischen Inhalten vollkommen gewandelt. Der sexuelle Akt ist in der heutigen Zeit nichts Besonderes mehr – ein paar Klicks, und schon hat man Dutzende von Video-Empfehlungen auf dem Schirm. Abgedeckt werden nahezu alle sexuellen Vorlieben und Spielarten, sodass praktisch jeder Internetnutzer auf seine Kosten kommt. Zudem sind die meisten Internet-Angebote gratis – kostenpflichtig sind in der Regel nur Premium-Accounts, die dem Nutzer Zugang zu hochauflösenden Videos und Bonusmaterial verschaffen.

Die ständige Überflutung mit sexuellen Reizen hat in den letzten Jahren derart zugenommen, dass es immer schwieriger wird, Männer in Stimmung zu bringen. Glaubt man den Erzählungen von Jugendlichen und jungen Erwachsenen, schauen sich männliche Internetnutzer schon vor Unterrichtsbeginn die ersten Pornos und Sexbilder an. Dies schließt auch 3D-Pornos mit animierten Avataren ein, die sich einer immer größeren Anhängerschaft erfreuen. In Japan soll es bereits Männer geben, die sich nur noch von 3D-Avataren angezogen fühlen und kein Interesse mehr an realen Frauen haben.

Doch auch die Partnerfindung, Dating und Beziehung haben sich durch die Digitalisierung verändert. Der u.a. von der Zeitschrift The Atlantic geförderte Kurzfilm xoxosms zeigt das sehr eindeutig:

Warum die Digitalisierung eine neue sexuelle Revolution sein könnte

Die durch die 68er geschaffenen gesellschaftlichen Veränderungen gingen mit einer sexuellen Befreiung einher, die von Historikern gerne als die größte Umwälzung der zurückliegenden Jahrzehnte bezeichnet wird. Tatsächlich aber haben uns das Internet und die Digitalisierung eine viel größere Sex-Revolution beschert. Im Unterschied zu den 68ern, die ihr Wissen vor allem aus esoterischen Büchern sowie aus eigenen Erfahrungen bezogen, können wir heute nahezu alles, was es über Sex zu wissen gibt, im Internet finden. Dieses gewaltige Informationsangebot ist die vielleicht bedeutendste sexuelle Revolution aller Zeiten – viel revolutionärer als das, was die weltweite Studentenbewegung bewirkte.

Wie schon in den 60er-Jahren stoßen die Veränderungen, die die durch das Internet ausgelöste Informationsflut mit sich bringt, nicht überall auf Gegenliebe. Schon vor Jahren sprachen die Kommentatoren der Leitmedien von einer Jugend, die „oversexed“ sei. YouPorn, Tinder, After Sex Selfies – die neue Freizügigkeit hat das Alltagsverhalten der jüngeren Generation so stark verändert, dass man sie schon als „Generation Porno“ bezeichnet. Es lässt sich kaum abstreiten, dass Erotik und Sex längst zu einem festen Bestandteil der Mainstream-Erlebniskultur geworden sind. Diese „Pornografisierung“, so die Gegner der sexuellen Dauerberieselung, vergiftet unser Beziehungsleben und setzt gerade die Männer unter einen enormen sexuellen Druck.

Sex – Nr. 16 – #Onlinegeister

Podcast: Play in new window | Download | Embed Sex: Der liebste Sport des Menschen und das wohl älteste Gewerbe der Welt penetriert natürlich auch das Internet. Nach manchen Studien sollen 10 Prozent des Internets nur aus Pornografie bestehen. Doch wie funktioniert Sex online – das erklärt uns zur Abwechslung Tristan, der überraschend eifrig diese Ausgabe tiefgehend recherchiert hat.

Auf der anderen Seite hat die Dauerpräsenz von erotischen Inhalten den Umgang mit sexuellen Themen, die früher als Tabus galten, erheblich vereinfacht. Als Beispiel sei hier die SM-Trilogie „50 Shades Of Grey“ genannt, deren Verfilmung zum Kassenschlager avancierte. Die Verklemmtheit der Nachkriegsära ist einer sexuellen Offenheit gewichen, die sich quer durch alle Altersgruppen zieht. In Internetforen berichten User ungeniert von ihren sexuellen Abenteuern und sparen dabei kein Detail aus. Live-Übertragungen von Preisverleihungen der Sexfilmbranche sind regelrechte Blockbuster, die man sich gemeinschaftlich via Internet ansieht und kommentiert.

Entwicklung: Das echte Sexleben verkümmert

Die Alltagserfahrung zeigt, dass diejenigen, die gerne mit After-Sex-Selfies prahlen und freimütig vom letzten One-Night-Stand erzählen, mit ihrem Sexualleben besonders unzufrieden sind – zumindest einige von ihnen. Einer aktuellen Studie zufolge haben 48 Prozent der jungen Japaner keinen regulären Sex. Noch düsterer sieht es im Land der aufgehenden Sonne bei den jungen Frauen aus – hier sind 51 Prozent der Teilnehmerinnen sogar dann abstinent, wenn sie in einer festen Beziehung leben.

Vieles deutet darauf hin, dass die ständige Verfügbarkeit von sexuellen Inhalten einen hohen Preis hat, nämlich ein Absinken der Libido. Frauen und Männer, die nach 1990 geboren sind, haben in ihren Zwanzigern offenbar deutlich weniger Sex als ihre Eltern und Großeltern im gleichen Alter. Zu diesem Ergebnis kommt neben der oben erwähnten Studie auch ein Artikel der Fachzeitschrift „Archives of Sexual Behaviour“ aus dem Jahr 2017. Während junge Amerikaner 1989 noch 60-mal Sex hatten, so die Autoren, waren es 2014 nur noch 52-mal.

Spiel, Sex, Sucht: Wie Abhängigkeiten sich online manifestieren

Jeder kennt das Gefühl mal richtig Lust auf etwas zu haben, was man schon lange nicht mehr getan hat? Zum Beispiel ein Spiel spielen, ein Glas Wein trinken oder sich und seinen Partner mal wieder richtig verwöhnen? Was man dazu braucht, lässt sich leicht über das Internet besorgen.

Zu beachten ist, dass Sex nicht mit „sexuelle Betätigung“ verwechselt werden darf. Berichte von Sexualtherapeuten zeigen, dass immer mehr junge Männer Sex mit ihrer Partnerin vermeiden, aber eine ausgeprägte sexuelle Selbstbetätigung haben. Dabei lassen sie sich fast immer durch multimediale Internetpornografie stimulieren, von der die Partnerin normalerweise nichts weiß. Ohne Frage spielt dabei eine Rolle, dass eine Partnerin Aufmerksamkeit und Zuneigung erwartet. Wer sich mit Hilfe von Online-Pornos selbst befriedigt, hat es in dieser Hinsicht bedeutend einfacher: Der Bildschirm gibt dem Nutzer sexuelle Stimulation und stellt keine Forderungen.

Fremdgehen: Kein Volkssport trotz Digitalisierung

Das Internet bietet nahezu unbegrenzte Kontaktmöglichkeiten. Die Palette reicht von Partner-Portalen über Dating-Apps bis hin zu Plattformen, über die man im Handumdrehen Sexualkontakte finden kann. Trotzdem sind die meisten Menschen, die in einer festen Beziehung leben, ihrem Partner treu. Laut einer repräsentativen Befragung der Online-Vermittlung „Parship“ haben lediglich 25 Prozent der Männer ihre Partnerin schon einmal betrogen. Von den teilnehmenden Frauen sagten nur 13 Prozent, dass sie schon einmal untreu waren. Die Vermutung, dass die Digitalisierung das Fremdgehen fördert, bestätigt sich somit nicht.

Eine auf Statista veröffentlichte Umfrage offenbart, dass 51 Prozent der Deutschen es als Untreue ansehen, wenn der Partner sich auf einer Flirt- bzw. Dating-Webseite anmeldet. Eine längerfristige Affäre bezeichnen 88 Prozent der Befragten als eindeutiges Fremdgehen. Einmaliger Sex mit einem Anderen wird von gut zwei Drittel der Teilnehmer als Fehltritt angesehen, der nicht verziehen werden kann. Auch bei Bordell-Besuchen verstehen die Befragten keinen Spaß: 67 Prozent geben an, ihrem Partner einen solchen Fauxpas nicht verzeihen zu können.

Diese Zahlen machen eines deutlich: Der Seitensprung wird von den meisten sexuell aktiven Menschen nach wie vor als rote Linie betrachtet, die nicht überschritten werden darf. Das Anschauen von Pornos wird dagegen von gerade einmal 7 Prozent der Befragten als unverzeihliches Fremdgehen interpretiert. Es sieht so aus, als ob der uneingeschränkte Zugang zur Pornografie inzwischen eine gewisse Akzeptanz erreicht hat. Eines ist sicher: Die Zeit lässt sich nicht zurückdrehen – auch wenn sich dies viele Leute wünschen. Ob und wie die Gesellschaften des Westens die aufgezeigten Entwicklungen verkraften, wird die Zukunft zeigen.

📊 Social Media in Deutschland 2019 | Podcast

Social Media hat sich im Lauf der Jahre in Deutschland gewandelt: Vor zehn Jahren war studiVZ das heiße Ding, vor fünf Jahren konnte man über Facebook alles verkaufen und heute ist Social Media ein Werkzeug für Hassreden und Spaltung. Richtig? Wie ist der aktuelle Status Quo bei Social Media? Mit Zahlen, Daten und Fakten besprechen wir das im Podcast + Ausblick.

Social Media in Deutschland: Das sind die aktuellen Zahlen für 2019

2018 war kein gutes Jahr für Social. Facebooks unendliche Datenskandale haben zum schlechten Ruf ebenso beigetragen wie die ganzen Missdeutungen zur Datenschutz-Grundverordnung (mich könnt ihr übrigens hier als Datenschutzbeauftragten bestellen, auch für Checks). Wie wird 2019? Für den aktuellen Stand haben wir euch eine tolle Infografik bereitgestellt, die ihr hier findet oder über den Bildlink:

Social-Media-Universum: Social Media Nutzung für Deutschland 2020 | Podcast + Infografik

Und was sind nun GAFA und BAT?!

GAFA und BAT sind Abkürzungen für die wichtigsten Tech-Unternehmen in den USA bzw. China. GAFA steht hier für Google, Amazon, Facebook, Apple. Gelegentlich werden auch Tesla oder Microsoft ergänzt, so dass wir GAFAT oder GAFAM bekommen.

BAT steht für Baidu (Google-Äquivalent), Alibaba (Amazon-Konkurrent) und Tencent (Social-Media-Riese).

Wir erwarten, dass sich diese Konkurrenz auch in Zukunft fortsetzt und intensiviert. Allein Alibaba gehört bereits in Deutschland zu den Top 50 der beliebtesten Websites.

Erkenntnis: Social Media ist gekommen und bleibt – wandelt sich aber auch!

Facebooks Stern ist teilweise am Sinken, YouTube nutzt jeder (nur erstellen zu wenige Leute auch Videos), Google+ ist tot, Musical.ly wurde zu Tik Tok, Twitter hat ein Finanzierungsproblem, XING ist nur in Deutschland relevant …

All diese Beispiele sollen zeigen: Social Media ist da und bleibt da. Aber die Zeit der großen allumfassenden Plattformen ist vorbei. Spezialisierung, Zielgruppenbildung und das Einnisten in Nischen steht an.

Mehr zum Thema in der aktuellen #Onlinegeister-Ausgabe – unserem Radio-Podcast!

Podcast: Die heutige Jugend und das Internet

Im Oktober/November diesen Jahres sind zum Thema Jugend und ihre Internetnutzung, zwei Studien herausgekommen, über die wir unbedingt noch im gleichen Jahr berichten möchten. Was diese besagen und ob wir uns Sorgen machen müssen, erfahrt ihr im Beitrag.

Was sagen die Studien und was sagen Jugendliche selbst?

Das DIVSI (Deutsches Institut für Vertrauen und Sicherheit im Internet) veröffentlichte die Studie 2018, mit dem Untertitel “Euphorie war gestern”. In dieser relativ umfangreichen Studie, dreht es sich generell um die Medien- und Internetnutzung von Jugendlichen.

Hier ganz wichtig, ist das Methodische vorgehen. Zum Beispiel die Frage “Was sind Jugendliche?”, ist lt. DIVSI folgendermaßen definiert:

  • 12-24-Jährige
  • in Deutschland lebend
  • jedes Geschlecht

Dies trifft auf ~8,67 Mio. Menschen zu (vgl. UNO Population Division 2015).

Die Studie besteht aus einem qualitativen und quantitativen Teil. In der quantitativen Repräsentativbefragung, wurden insgesamt 1.730 Jugendliche und junge Erwachsene befragt. 1.250 davon online und 480 davon persönlich. Eine tiefergehende Erklärung, liefert der nachfolgende grafische Überblick.

Was sind die Kernergebnisse?

Generell besagt die Studie, dass das Internet für heutige Jugendliche selbstverständlich geworden ist. Während 2014 noch zwei Prozent der jungen Menschen zwischen 14 und 24 offline waren, gibt es in dieser Altersgruppe heute keine Offliner mehr. 99 Prozent nutzen das Internet täglich, 2014 waren es noch 71 %. Auch die ARD-ZDF-Onlinestudie von 2017 und 2018, kommt auf ein ganz ähnliches Ergebnis.

Zudem sind 99,8 Prozent der in  Deutschland lebenden, zwischen 14 und 24 Jahre alten Personen, auch Smartphone-Besitzer. Insgesamt nur 7 Prozent steht heute kein mobiles Datenvolumen für die Internetnutzung zur Verfügung.

Sichtweise auf das Internet

Einen kleinen Auszug der aussagekräftigsten Statements, haben wir in nachfolgender Grafik zusammengefasst.

Internet-Milieus

Im Zuge der Studie wurden zudem die Internet-Milieus untersucht und die Ergebnisse denen aus 2014 gegenübergestellt. Betrachtet wurden Bildungsgrad, von niedrig bis hoch und die Grundorientierung, von traditionell bis postmodern.

Die Veränderung in diesem Zeitraum ist durchaus interessant. Zum Beispiel sind “die Vorsichtigen” und “die Verunsicherten” gänzlich weggefallen, “die Enthusiasten” – in großer Zahl – dafür dazugekommen.

Aus nachstehender Grafik können sämtliche Details herausgelesen werden.

Sicherheit

Beim Thema Sicherheit gibt es einige Punkte, die nicht nur auf die heutigen Jugendlichen zutreffen. Spam und der Befall mit Schadsoftware beispielsweise, kommen schon lange vor und betreffen alle Altersgruppen.

Was in den letzten Jahren jedoch hinzugekommen ist, sind sind Beleidigungen, Hate und Tracking.

Daraus resultiert vermutlich auch der Trend, sich immer mehr in geschlossene Gruppen – sogenannte Peergroups – zurückzuziehen und somit einen “geschützten Raum” zu schaffen und so zu kontrollieren, wen Informationen die ich teile, überhaupt erreichen.

Die Einstellung zum Sammeln und Verwerten privater Daten und personalisierter Werbung jedoch, ist durchaus ausgeglichen. Es gibt keine wirklichen Ausreißer, an denen man einen eindeutigen Trend festmachen kann.

Beim Thema Sicherheit der persönlichen Daten im Internet, wurde als Vergleichsjahr wieder das Jahr 2014 herangezogen. Die größten Veränderungen gab es bei der Angabe “Eher sicher” und “Völlig unsicher”. Dies lässt erkennen, dass Jugendliche im Vergleich zunehmend kritischer werden.

Geschlechterunterschiede

Bei der Risikowahrnehmung der Internetnutzung, gibt es einen Unterschied zwischen weiblichen und männlichen Nutzern. Weibliche Internetnutzer sehen sich bereichsübergreifend generell einem größeren Risiko ausgesetzt. Dies mag teilweise an einer erhöhten Sensibilität für diese Themen liegen, dass aber zum Beispiel Diebstahl und Verbreitung von privaten und intimen Inhalten sowie Stalking eher Frauen betrifft, wurde auch durch den iCloud Leak von 2014 – auch The Fappening oder Celebgate genannt – ersichtlich.

Dazu passend, möchten wir eine Studie von Amnesty International verlinken. In dieser wurden Statistiken aufgestellt, wie oft es auf Twitter zu Beleidigungen, Hasskommentaren und Ähnlichem Frauen gegenüber kommt. Die Ergebnisse sind erschreckend. #ToxicTwitter

Pew-Research-Studie (USA)

Ergänzend zur DIVSI-Studie, möchten wir an dieser Stelle noch die Pew-Research-Studie (Pew ist ein bekanntes US-Institut) erwähnen. Hier ist zu beachten, dass die Studie sowie die daraus resultierenden Ergebnisse, nur für die USA gelten. Befragt wurden 1730 Jugendliche im Alter von 13 – 17 Jahren.

Die Kernergebnisse könnt ihr HIER abrufen.

Eine durchaus interessante Info die wir gerne herausheben möchten ist, dass die Jugendlichen generell positiv gegenüber Social Media eingestellt sind. Man ist zwar durchaus kritisch, die positiven Aspekte werden aber gegenüber den Negativen hervorgehoben.

An dieser Stelle möchten wir gerne an den Gartner Hype-Zyklus erinnern. Dieser stellt dar, welche Phasen bei der Einführung neuer Technologien durchlaufen werden. Angefangen bei überzogenen Erwartungen, gefolgt vom Tal der Enttäuschungen, gelangt man dann über den Pfad der Erleuchtung an den Punkt, an dem man effektiv damit arbeiten kann.

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Podcast: Discord auf Wachstumskurs + die Zukunft von Social Media?

Für die Gamer unter euch bedarf es vermutlich keiner detaillierten Erklärung, für alle anderen – die Discordapp bietet neben den Standardfunktionen eines Messengers noch einiges mehr – und bei uns erfahrt ihr was sie alles kann.

Was ist Discord?

Bei Discord handelt sich um ein kostenloses Programm für Instant Messaging, Chat und Sprachkonferenzen, das für Computer und Mobilgeräte entwickelt wurde, “um Gamer zusammenzubringen”. Der Dienst kann als Webanwendung im Browser oder mit proprietärer Client-Software auf allen gängigen Betriebssystemen genutzt werden. (Wikipedia)

Hier einige Eckdaten:

  • Entwickler: Hammer & Chisel
  • Erscheinungsjahr: 2015
  • Lizenz: proprietär
  • Betriebssystem: macOS, Windows, Android, iOS, Linux
  • Kategorie: IP-Telefonie, Instant Messaging, Peer-to-Peer, Videokonferenz
  • Geschrieben in: JavaScript, React, Elixir

Discord kann als Browseranwendung oder als App für Tablet oder Handy heruntergeladen werden.

In den letzten 3 Jahren hat sich die Anwendung von einer Alternative zu TeamSpeak, Ventrilo oder Skype entwickelt, zu einer neuen Form von Internet-Forum. Ganz ähnlich der Plattform Reddit.

Weil diese App über verschiedenste Funktionen wie VoiceChat, reguläre Chats, persönliche Chats, Freundesgruppen und große Fan-Server verfügt und zudem die Kombination von Chat und Forum viele Leute anspricht, ist Discord immer populärer geworden.

Wie hat sich Discord entwickelt?

Mit derzeit 180.000 Nutzern, wird der größte Server für Fortnite verwendet. Daran kann man schon erkennen, dass sich Discord auf Gamer/Gaming spezialisiert hat, auch wenn man die Anwendung – wie bereits erwähnt – vielseitig einsetzen kann.

Es gibt viele Fangemeinden die einen Discord-Server gegründet haben. Beispielsweise bietet Miracle of Sound seinen Unterstützern auf Patreon exklusiven Zugriff auf seinen Discord-Server. Generell hat sich zwischen diesen beiden Plattformen eine Art Symbiose entwickelt.

Auf einem Server können Unterkategorien – sogenannte Channels – angelegt werden, um einzelne Themenbereiche abzugrenzen. Dies funktioniert ähnlich wie bei Twitter mit Hashtags – beispielsweise #Musik etc.
Am ehesten kann dies verglichen werden mit geschlossenen WhatsApp-Gruppen, Channels bei Slack und allem voran IRC-ChatsAuch ein Vergleich zu Mastodon kann gezogen werden, wobei es sich hier – im Gegensatz zu Discord – um eine Open Source-Software handelt.

Zusammenfassend kann man sagen, dass es die Anwendung schon ein Instant Messenger ist, allerdings zusätzlich zu den Funktionen von beispielsweise WhatsApp oder Telegram, die Funktion eines Forums erfüllen kann.

Discord: Eine Zukunft von Social Media?

Da Discord mehr oder weniger ein “Best of” aus verschiedenen Anwendungen darstellt, ist es durchaus vorstellbar, dass diese Plattform eine Zukunft von Social Media darstellt.

Auch als Dokumentation für Unternehmen, Organisationen oder Gruppen ist Discord durchaus eine gute Alternative.

Discord sollte zukünftig nur darauf achten, sich selbst nicht im Weg zu stehen. Beispielsweise wurden die Nutzungsbedingungen in den letzten Wochen dahingehend erweitert, dass es Nutzern nicht möglich ist, im Fall des Falles mit einer Sammelklage gegen Discord anzutreten. Nach europäischem Recht wäre dies so auch nicht haltbar, nach amerikanischem Recht sehr wohl.

Hinweis von unserer Seite: Sollte man unternehmerisch auf solchen Plattformen unterwegs sein, ist man generell gut beraten, verstärkt darauf zu achten, dass alles rechtlich sicher ist, ansonsten kann es ganz schnell zu rechtlichen Problemen führen.

Was denken wir darüber?

Bei uns ist Discord hauptsächlich für die Kommunikation mit Gruppen oder als NewsFeed in Verwendung und neben Twitter eines der meist verwendeten Tools.

Auf jeden Fall möchten wir an dieser Stelle jedoch noch ein paar Open Source und Non-Commercial-Alternativen erwähnen. Neben Psi, Pidgin und Fire ist unser persönlicher Tipp MEGAchatHier handelt sich um einen klassischen Cloud-Anbieter, der parallel dazu eine Chat-Funktion anbietet. MEGA ist ein Unternehmen aus Neuseeland bietet seinen Nutzern eine gewaltige Verschlüsselung. Mittlerweile wurde unter Open-Source-Lizenz auch der Quelltext veröffentlicht, somit kann dies auch jederzeit nachgeprüft werden.

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