Streaming: Zahlen und Analysen zu Spotify, Netflix & Co. | Dossier + Infografik

Musik-Streaming: Spotify und seine Konkurrenten 31 % haben ihre Videostreaming-Gewohnheiten durch Corona-Krise nicht verĂ€ndert; 27 % konsumieren mehr; in Österreich: 25 % surfen zielloser im Internet herum Unterschiede beim Musik-Streaming kaum bemerkbar Das Streamen hat sich durch Corona verĂ€ndert: Wir vergleichen Musik-Streaming- und Video-Streaming-Anbieter. Vorab: Wir nutzen nicht alle Dienste …

Social-Media-Advertising: Lukrative Milliarden | Infografik + Podcast

So gut wie jede große Plattformen bei Social Media bietet Werbemöglichkeiten. Und das rechnet sich – zumindest auf LĂ€nder gebrochen im Bereich von Milliarden Euro. Doch wie, wo und unter welchen UmstĂ€nden wird eigentlich mit einem Inhalt interagiert?

  • Pinterest 2020 mit ca. 30 € TKP teuerste Social-Media-Plattform
  • Social-Media-Werbung wird zu 37 % auf der Toilette konsumiert
  • 67 Mio. Deutsche im Internet, davon immer mehr mobil (ARD-ZDF-Onlinestudie)

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TikTok: Mikroinfluencer, China und Millionen Downloads | Dossier mit Podcast & Co.

  • TikTok hatte 2018 ĂŒber 8 Millionen Downloads in Deutschland
  • Probleme mit Mutterkonzern Bytedance: staatstreues Unternehmen auf Linie Xi Jinpings Kommunistischer Partei Chinas
  • TikTok: “Snapchat als Mini Playback Show”, sagt SoMeStats-Redakteur Christian im Podcast

Woher kommt der Hype und wie gefĂ€hrlich ist die App made in China? Die bekanntesten Influencer bei TikTok sind Lisa und Lena. Die Zwillinge bringen es auf ĂŒber 13 Mio. Abonnenten. Im April 2019 haben sie ihr Konto gelöscht (damaliger Stand 32 Mio. Abonnenten) – u.a. weil ihnen die App zu unsicher geworden sei. Das hat aber nicht lang angehalten und seit Mai 2020 sind die Zwillinge wieder da. Einfach so passiert das sicher nicht. Die App wurde und wird heiß diskutiert – warum eigentlich?Mehr erfahren„TikTok: Mikroinfluencer, China und Millionen Downloads | Dossier mit Podcast & Co.“

72 Prozent sind der Meinung online manipuliert zu werden: Einsteigerguide | Podcast

In Zeiten, in denen “Fake News” in aller Munde sind, möchten wir darĂŒber sprechen wie es möglich ist, dass wir so einfach im Internet manipuliert werden können. Zudem erklĂ€ren wir, was genau Filterblasen sind und wie Framing und STT funktionieren. Und – was zum Nachdenken – sind wir im Grunde nicht alle jeden Tag aufs Neue manipulativ?

Online: Manipulation im Internet?

Filterblasen

Wir stellen die These auf, dass Filterblasen durch Algorithmen einseitig Interessen verstĂ€rken sollen. Bedeutet, wenn wir uns im Internet mit einem bestimmten Thema beschĂ€ftigen, bekommen wir eben zu diesem – oder Ă€hnlich gearteten Themen – weitere VorschlĂ€ge. Dies kann durchaus radikalisieren.

Sehr einfach lÀsst sich dies zum Beispiel bei YouTube nachvollziehen, durch die Art der angezeigten VideovorschlÀge. Passend dazu die Duden-Definition von Filterblase:

“Eine selektive Informationsauswahl auf Webseiten durch BerĂŒcksichtigung des Nutzerverhaltens, -standorts o. Ä.”

Der Begriff selbst basiert auf dem Buch “the filter bubble. What the internet is hiding from you” von Eli Pariser, welches 2012 bei Penguin Press erschienen ist.

Der Duden verknĂŒpft damit auch das Wort “Echokammer”, welches fĂŒr ĂŒberwiegenden oder ausschließlichen Kontakt mit Gleichgesinnten  – vorrangig  in sozialen Netzwerken – steht. An und fĂŒr sich ist es aber keine Folge der Digitalisierung, dass wir uns manchmal bewusst fĂŒr den “Weg des geringsten Widerstandes“ entscheiden und bevorzugterweise in einem homogenen Umfeld bewegen.

Beide Begriffe sind viel diskutiert, deswegen möchten wir euch gerne auf ein paar Quellen verweisen, falls ihr tiefer in das Thema eintauchen möchtet:

  • Gefangen in der Filterblase: Manipuliert Facebook unser Denken? (Deutschlandfunk 2016)

Digitale Demenz

Durch die einfache Möglichkeit an Informationen mittels des Internets zu gelangen, verschlechtert sich auch unser GedĂ€chtnis. Dadurch nehmen wir auch sehr viel mehr Falschmeldungen auf und sind empfĂ€nglicher fĂŒr gezielte Manipulation.

Bereits in unserer  Folge Nr. 27 haben wir uns mit dem Thema „Digitale Demenz“ im Detail auseinandergesetzt, hört gerne rein fĂŒr weitere Details!

Manipulation DURCH das Internet?

Vorbild Instagram? Selbstbild, IdentitÀt und was ich eigentlich wert bin 


Studienergebnisse des Internationalen Zentralinstituts fĂŒr das Jugend- und Bildungsfernsehen (IZI) beim Bayerischen Rundfunk zeigen, dass auf Instagram insbesondere jene Frauen erfolgreich sind, die einem normierten Schönheitsideal entsprechen.

Untersucht wurden dazu unter anderem 300 Posts von erfolgreichen Influencerinnen auf wiederkehrende Muster hin. „Sie sind dĂŒnn, langhaarig und beschĂ€ftigen sich hauptsĂ€chlich mit den Themen Mode, ErnĂ€hrung und Beauty“.

Diese Studie wurde von der Schauspielerin Maria FurtwÀngler und ihrer Tochter Elisabeth in Auftrag gegeben. Besonders ein Zitat einer YouTuberin möchten wir herausheben:

„Eine starke eigene Meinung schmĂ€lert deinen finanziellen Wert.“

Wir halten das fĂŒr Ă€ußerst bedauerlich in der heutigen Zeit, aber leider sehr bezeichnend – vor allem fĂŒr Instagram?

Der Circle?

Wer diesen Spielfilm mit Emma Watson noch nicht kennt, dem geben wir ihn gerne als Filmtipp  (alternativ auch als Buchtipp) mit auf den Weg.

FĂŒr uns ist er vor allen Dingen in Zusammenhang mit einer Studie, die kĂŒrzlich bei Heise veröffentlicht wurde, erwĂ€hnenswert. Die Studie beschĂ€ftigt sich mit dem sogenannten “Social-Scoring-System”, welches in China bereits angewandt wird. Zu vergleichen am Ehesten mit unserem Verfahren zur Ermittlung der KreditwĂŒrdigkeit. In diesem System wird – kurz gesagt – gutes Verhalten belohnt und schlechtes Verhalten bestraft. Interessant ist, dass jeder 6. Deutsche dieses System als Vorbild betrachtet.

Auch der Film behandelt dieses Thema in einer etwas abgeschwĂ€chten Form. Emma Watson gerĂ€t im Zuge ihres Jobs immer tiefer in den Strudel des “Circle” und wird am Ende 24 h von einer Live-Cam begleitet.

Der Film und das behandelte Thema ist – allem voran – beeindruckend, weil vieles davon bereits Teil unseres Alltags ist.

Framing, STT & Co.: Einsteiger-Guide der Manipulation

Framing

Framing findet tagtĂ€glich im Internet statt und ist ein beliebtes Mittel zur Manipulation. Teilweise bewusst, teilweise unbewusst bestimmen wir anhand der Informationen die wir teilen, sowie in der Art und Weise wie wir sie mitteilen (welche Worte oder Metaphern verwendet werden), wie andere ĂŒber das Thema denken.

Einige der bekanntesten Beispiele sind u.a. von den rechtskonvervativen Parteien wie AfD, CDU oder CSU verwendeten Begriffe wie “Asyltourismus” und “FlĂŒchtlingswelle”. Diese zeichnen sofort ein negatives Bild in unseren Köpfen.

Framing ist gerade in der Politik von jeher ein Ă€ußerst beliebtes Mittel. Seien es bekannte Nazi-Begriffe, welche verharmlosend klingen wie „Endlösung“ (Massentötung ganzer Volksgruppen wie Juden, Sinti, Roma oder von Minderheiten wie Homosexuellen), verschleiern sollen wie der Begriff „Nationalsozialisten“ (womit die NSDAP v.a. linksorientierte Arbeiter ansprechen wolle, denn man sei ja selbst auch Sozialist, nur eben national orientiert) oder bewusst ausgrenzend wie „Volkskörper“ (die Bevölkerung als einheitlicher Organismus).

Framing-Manual der ARD

Es gab ein Gutachten bei der ARD, in dem – um das Image der RundfunkgebĂŒhren zu verbessern – dazu aufgefordert wurde, auch entsprechende Begrifflichkeiten wie “UnterstĂŒtzung fĂŒr den freien Rundfunk” zu verwenden.

WDR-Direktor Jörg Schönenborn bezeichnete im Dezember 2012 den Rundfunkbeitrag als „Demokratie-Abgabe“ und löste damit bundesweit eine heftige Debatte aus.

Die Berichterstattung in Finnland ĂŒber das bedingungslose Grundeinkommen hat – um dies negativ darzustellen – als Schlagzeile “Das Bedingungslose Grundeinkommen schafft keine Jobs”. Bewusst wird die andere Seite der Medaille außer acht gelassen.

Startup Framing bei Apple, Google & Co.

Auch das bekannte Unternehmen Apple hat hier mitgewirkt. Ein bereits 2012 geleaktes „Genius Training Student Workbook“ geht sehr deutlich auf den Wortschatz ein, welche Mitarbeiter in Apple Stores (die sog. Mac Geniuses) mitbringen sollten:

Apple-GerĂ€te laufen beispielsweise niemals „heiß“, sie werden nur „warm“. GerĂ€te haben auch keinen „Bug“ bzw. Fehler, sondern es tritt eine „Situation“ ein.

Unterhaltsam und faktisch auch korrekt aufbereitet wurde dies vom funk-Satiriker Walulis in diesem Video:

Apple Stores: So machen sie dich arm | WALULIS

Wie eine wohlhabende Werkstatt machen sie in teuren Reparaturen – Apple LĂ€den. Die Stores kennen wir alle noch von den langen Schlangen, die sich immer davor…

Ähnlich verhĂ€lt es sich mit anderen Startups und dem Vokabular ebenfalls. So gibt es bei Google, Facebook & Co. kein BetriebsgelĂ€nde, sondern in der Regel einen „Campus“. Es gibt auch keine Mitarbeiter-Kantine, sondern eine „Mensa“.

Dies soll v.a. positive Assoziationen der Mitarbeiter zu vergangenen Uni-Zeiten wecken, welche diese dann mit dem aktuellen Arbeitgeber gleichsetzen sollen.

Spontaneous Trait Inference & Transference (STI & STT)

  • STI: Beobachtetes Verhalten fĂŒhrt zu Annahmen ĂŒber eine andere Person
  • STT: Wir ĂŒbernehmen Eigenschaften oder Ansichten anderer, beispielsweise in GesprĂ€chen oder aufgrund Aussagen die wir hören

In Psychology Today gab es dazu eine interessante Veröffentlichung: “The way you describe others is the way people see you”.

Manipulation in den sozialen Netzwerken

Die 2014 veröffentlichte Studie „Experimental evidence of massive-scale emotional contagion through social networks von Adam D. I. Kramer, Jamie E. Guillory und Jeffrey T. Hancock , beschĂ€ftigt sich mit der sogenannten “GefĂŒhlsansteckung”. Dies bedeutet nichts anderes, als dass sich unsere Stimmung alleine mittels der Sprache ĂŒbertragen kann.  nicht GefĂŒhle ĂŒbertragen sich also nicht nur  Face to Face, sondern auch Face to Facebook.

Insgesamt 689.003 Teilnehmer nahmen unfreiwillig an der Studie teil: Auch ihr könntet, sofern ihr Anfang 2012 bereits auf Facebook aktiv wart, ohne es zu ahnen Teil dieser Studie gewesen sein. Nach Bekanntwerden dieser Tatsache, war der Aufschrei natĂŒrlich groß.

In der Common Sense Media-Studie vom Oktober 2018 wurden US-Teenager dazu befragt, ob Social Media sie positiv oder negativ beeinflusst. Der Großteil hat einen positiven Effekt angegeben. Allerdings ist interessant, dass 72 % – das sind 3 von 4 (!) – glauben, online manipuliert zu werden.

Common Sense Media Studie 2018

Wann beginnt der Verfolgungswahn?

Wie weit geht wirkliche Manipulation und wann beginnt die Verschwörungstheorie? In welcher HÀufigkeit war Manipulation schon immer da und wie oft wird bewusst manipuliert? Ist jede Form der Kommunikation nicht bereits Manipulation?

Diskutiert darĂŒber, hinterlasst einen Kommentar und teilt eure Gedanken dazu  mit uns!

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Marketing bei Game of Thrones ⚔| Podcast

Die Ausnahme-Serie Game of Thrones konnte nicht nur – entgegen den allgemeinen Trend –  ihre Zuschauerzahl von Staffel zu Staffel vervielfachen, sondern schaffte es auch, trotz teilweise weniger gelungener Staffeln, ihre Zuschauer bei der Stange zu halten. Grund genug fĂŒr uns, um der Sache auf den Grund zu gehen und uns mit dem Marketing und Social Media-Management der Serie nĂ€her zu beschĂ€ftigen.Mehr erfahren„Marketing bei Game of Thrones ⚔| Podcast“

“Brexit” 🇬🇧 | Podcast

Der Brexit schlĂ€gt schon seit einiger Zeit hohe Wellen und ist allerorts Thema. Auch wenn uns dieser in unserem Alltag bis dato kaum betrifft, ist es schade, wenn ein Staatenbund zu bröckeln beginnt. Warum wir den Brexit behandeln? Ganz einfach, auch bei den Themen Digitalisierung, DSGVO etc. spielt der Brexit wesentliche Rolle. Mehr erfahren„“Brexit” 🇬🇧 | Podcast“

52 Prozent haben keine Zeit fĂŒr digitale Weiterbildung

Bei SOMESTAT ist uns die Digitalisierung natĂŒrlich extrem wichtig. Daher empfinden wir es als bedauerlich, dass wir damit wohl bei vielen Unternehmen allein da stehen. Viele deutsche Unternehmen stehen dem Thema kritisch oder zumindest gespalten gegenĂŒber: Deutsche Unternehmen bilden kaum digital weiter Befragt nach möglichen HĂŒrden im Zusammenhang mit Weiterbildungen …

Podcast: Die heutige Jugend und das Internet

Im Oktober/November diesen Jahres sind zum Thema Jugend und ihre Internetnutzung, zwei Studien herausgekommen, ĂŒber die wir unbedingt noch im gleichen Jahr berichten möchten. Was diese besagen und ob wir uns Sorgen machen mĂŒssen, erfahrt ihr im Beitrag.

Was sagen die Studien und was sagen Jugendliche selbst?

Das DIVSI (Deutsches Institut fĂŒr Vertrauen und Sicherheit im Internet) veröffentlichte die Studie 2018, mit dem Untertitel “Euphorie war gestern”. In dieser relativ umfangreichen Studie, dreht es sich generell um die Medien- und Internetnutzung von Jugendlichen.

Hier ganz wichtig, ist das Methodische vorgehen. Zum Beispiel die Frage “Was sind Jugendliche?”, ist lt. DIVSI folgendermaßen definiert:

  • 12-24-JĂ€hrige
  • in Deutschland lebend
  • jedes Geschlecht

Dies trifft auf ~8,67 Mio. Menschen zu (vgl. UNO Population Division 2015).

Die Studie besteht aus einem qualitativen und quantitativen Teil. In der quantitativen ReprĂ€sentativbefragung, wurden insgesamt 1.730 Jugendliche und junge Erwachsene befragt. 1.250 davon online und 480 davon persönlich. Eine tiefergehende ErklĂ€rung, liefert der nachfolgende grafische Überblick.

Was sind die Kernergebnisse?

Generell besagt die Studie, dass das Internet fĂŒr heutige Jugendliche selbstverstĂ€ndlich geworden ist. WĂ€hrend 2014 noch zwei Prozent der jungen Menschen zwischen 14 und 24 offline waren, gibt es in dieser Altersgruppe heute keine Offliner mehr. 99 Prozent nutzen das Internet tĂ€glich, 2014 waren es noch 71 %. Auch die ARD-ZDF-Onlinestudie von 2017 und 2018, kommt auf ein ganz Ă€hnliches Ergebnis.

Zudem sind 99,8 Prozent der in  Deutschland lebenden, zwischen 14 und 24 Jahre alten Personen, auch Smartphone-Besitzer. Insgesamt nur 7 Prozent steht heute kein mobiles Datenvolumen fĂŒr die Internetnutzung zur VerfĂŒgung.

Sichtweise auf das Internet

Einen kleinen Auszug der aussagekrÀftigsten Statements, haben wir in nachfolgender Grafik zusammengefasst.

Internet-Milieus

Im Zuge der Studie wurden zudem die Internet-Milieus untersucht und die Ergebnisse denen aus 2014 gegenĂŒbergestellt. Betrachtet wurden Bildungsgrad, von niedrig bis hoch und die Grundorientierung, von traditionell bis postmodern.

Die VerĂ€nderung in diesem Zeitraum ist durchaus interessant. Zum Beispiel sind “die Vorsichtigen” und “die Verunsicherten” gĂ€nzlich weggefallen, “die Enthusiasten” – in großer Zahl – dafĂŒr dazugekommen.

Aus nachstehender Grafik können sÀmtliche Details herausgelesen werden.

Sicherheit

Beim Thema Sicherheit gibt es einige Punkte, die nicht nur auf die heutigen Jugendlichen zutreffen. Spam und der Befall mit Schadsoftware beispielsweise, kommen schon lange vor und betreffen alle Altersgruppen.

Was in den letzten Jahren jedoch hinzugekommen ist, sind sind Beleidigungen, Hate und Tracking.

Daraus resultiert vermutlich auch der Trend, sich immer mehr in geschlossene Gruppen – sogenannte Peergroups – zurĂŒckzuziehen und somit einen “geschĂŒtzten Raum” zu schaffen und so zu kontrollieren, wen Informationen die ich teile, ĂŒberhaupt erreichen.

Die Einstellung zum Sammeln und Verwerten privater Daten und personalisierter Werbung jedoch, ist durchaus ausgeglichen. Es gibt keine wirklichen Ausreißer, an denen man einen eindeutigen Trend festmachen kann.

Beim Thema Sicherheit der persönlichen Daten im Internet, wurde als Vergleichsjahr wieder das Jahr 2014 herangezogen. Die grĂ¶ĂŸten VerĂ€nderungen gab es bei der Angabe “Eher sicher” und “Völlig unsicher”. Dies lĂ€sst erkennen, dass Jugendliche im Vergleich zunehmend kritischer werden.

Geschlechterunterschiede

Bei der Risikowahrnehmung der Internetnutzung, gibt es einen Unterschied zwischen weiblichen und mĂ€nnlichen Nutzern. Weibliche Internetnutzer sehen sich bereichsĂŒbergreifend generell einem grĂ¶ĂŸeren Risiko ausgesetzt. Dies mag teilweise an einer erhöhten SensibilitĂ€t fĂŒr diese Themen liegen, dass aber zum Beispiel Diebstahl und Verbreitung von privaten und intimen Inhalten sowie Stalking eher Frauen betrifft, wurde auch durch den iCloud Leak von 2014 – auch The Fappening oder Celebgate genannt – ersichtlich.

Dazu passend, möchten wir eine Studie von Amnesty International verlinken. In dieser wurden Statistiken aufgestellt, wie oft es auf Twitter zu Beleidigungen, Hasskommentaren und Ähnlichem Frauen gegenĂŒber kommt. Die Ergebnisse sind erschreckend. #ToxicTwitter

Pew-Research-Studie (USA)

ErgĂ€nzend zur DIVSI-Studie, möchten wir an dieser Stelle noch die Pew-Research-Studie (Pew ist ein bekanntes US-Institut) erwĂ€hnen. Hier ist zu beachten, dass die Studie sowie die daraus resultierenden Ergebnisse, nur fĂŒr die USA gelten. Befragt wurden 1730 Jugendliche im Alter von 13 – 17 Jahren.

Die Kernergebnisse könnt ihr HIER abrufen.

Eine durchaus interessante Info die wir gerne herausheben möchten ist, dass die Jugendlichen generell positiv gegenĂŒber Social Media eingestellt sind. Man ist zwar durchaus kritisch, die positiven Aspekte werden aber gegenĂŒber den Negativen hervorgehoben.

An dieser Stelle möchten wir gerne an den Gartner Hype-Zyklus erinnern. Dieser stellt dar, welche Phasen bei der EinfĂŒhrung neuer Technologien durchlaufen werden. Angefangen bei ĂŒberzogenen Erwartungen, gefolgt vom Tal der EnttĂ€uschungen, gelangt man dann ĂŒber den Pfad der Erleuchtung an den Punkt, an dem man effektiv damit arbeiten kann.

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Podcast: Discord auf Wachstumskurs + die Zukunft von Social Media?

FĂŒr die Gamer unter euch bedarf es vermutlich keiner detaillierten ErklĂ€rung, fĂŒr alle anderen – die Discordapp bietet neben den Standardfunktionen eines Messengers noch einiges mehr – und bei uns erfahrt ihr was sie alles kann.

Was ist Discord?

Bei Discord handelt sich um ein kostenloses Programm fĂŒr Instant Messaging, Chat und Sprachkonferenzen, das fĂŒr Computer und MobilgerĂ€te entwickelt wurde, “um Gamer zusammenzubringen”. Der Dienst kann als Webanwendung im Browser oder mit proprietĂ€rer Client-Software auf allen gĂ€ngigen Betriebssystemen genutzt werden. (Wikipedia)

Hier einige Eckdaten:

  • Entwickler: Hammer & Chisel
  • Erscheinungsjahr: 2015
  • Lizenz: proprietĂ€r
  • Betriebssystem: macOS, Windows, Android, iOS, Linux
  • Kategorie: IP-Telefonie, Instant Messaging, Peer-to-Peer, Videokonferenz
  • Geschrieben in: JavaScript, React, Elixir

Discord kann als Browseranwendung oder als App fĂŒr Tablet oder Handy heruntergeladen werden.

In den letzten 3 Jahren hat sich die Anwendung von einer Alternative zu TeamSpeak, Ventrilo oder Skype entwickelt, zu einer neuen Form von Internet-Forum. Ganz Àhnlich der Plattform Reddit.

Weil diese App ĂŒber verschiedenste Funktionen wie VoiceChat, regulĂ€re Chats, persönliche Chats, Freundesgruppen und große Fan-Server verfĂŒgt und zudem die Kombination von Chat und Forum viele Leute anspricht, ist Discord immer populĂ€rer geworden.

Wie hat sich Discord entwickelt?

Mit derzeit 180.000 Nutzern, wird der grĂ¶ĂŸte Server fĂŒr Fortnite verwendet. Daran kann man schon erkennen, dass sich Discord auf Gamer/Gaming spezialisiert hat, auch wenn man die Anwendung – wie bereits erwĂ€hnt – vielseitig einsetzen kann.

Es gibt viele Fangemeinden die einen Discord-Server gegrĂŒndet haben. Beispielsweise bietet Miracle of Sound seinen UnterstĂŒtzern auf Patreon exklusiven Zugriff auf seinen Discord-Server. Generell hat sich zwischen diesen beiden Plattformen eine Art Symbiose entwickelt.

Auf einem Server können Unterkategorien – sogenannte Channels – angelegt werden, um einzelne Themenbereiche abzugrenzen. Dies funktioniert Ă€hnlich wie bei Twitter mit Hashtags – beispielsweise #Musik etc.
Am ehesten kann dies verglichen werden mit geschlossenen WhatsApp-Gruppen, Channels bei Slack und allem voran IRC-Chats. Auch ein Vergleich zu Mastodon kann gezogen werden, wobei es sich hier – im Gegensatz zu Discord – um eine Open Source-Software handelt.

Zusammenfassend kann man sagen, dass es die Anwendung schon ein Instant Messenger ist, allerdings zusĂ€tzlich zu den Funktionen von beispielsweise WhatsApp oder Telegram, die Funktion eines Forums erfĂŒllen kann.

Discord: Eine Zukunft von Social Media?

Da Discord mehr oder weniger ein “Best of” aus verschiedenen Anwendungen darstellt, ist es durchaus vorstellbar, dass diese Plattform eine Zukunft von Social Media darstellt.

Auch als Dokumentation fĂŒr Unternehmen, Organisationen oder Gruppen ist Discord durchaus eine gute Alternative.

Discord sollte zukĂŒnftig nur darauf achten, sich selbst nicht im Weg zu stehen. Beispielsweise wurden die Nutzungsbedingungen in den letzten Wochen dahingehend erweitert, dass es Nutzern nicht möglich ist, im Fall des Falles mit einer Sammelklage gegen Discord anzutreten. Nach europĂ€ischem Recht wĂ€re dies so auch nicht haltbar, nach amerikanischem Recht sehr wohl.

Hinweis von unserer Seite: Sollte man unternehmerisch auf solchen Plattformen unterwegs sein, ist man generell gut beraten, verstĂ€rkt darauf zu achten, dass alles rechtlich sicher ist, ansonsten kann es ganz schnell zu rechtlichen Problemen fĂŒhren.

Was denken wir darĂŒber?

Bei uns ist Discord hauptsĂ€chlich fĂŒr die Kommunikation mit Gruppen oder als NewsFeed in Verwendung und neben Twitter eines der meist verwendeten Tools.

Auf jeden Fall möchten wir an dieser Stelle jedoch noch ein paar Open Source und Non-Commercial-Alternativen erwĂ€hnen. Neben Psi, Pidgin und Fire ist unser persönlicher Tipp MEGAchat. Hier handelt sich um einen klassischen Cloud-Anbieter, der parallel dazu eine Chat-Funktion anbietet. MEGA ist ein Unternehmen aus Neuseeland bietet seinen Nutzern eine gewaltige VerschlĂŒsselung. Mittlerweile wurde unter Open-Source-Lizenz auch der Quelltext veröffentlicht, somit kann dies auch jederzeit nachgeprĂŒft werden.

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Podcast: Social Media in Deutschland – inkl. Trends fĂŒr 2018

Die Sozialen Medien sind in unserer Gesellschaft nicht mehr weg zu denken. Mal eben schnell die Mails checken, die Pause nutzen um, bei einem YouTube-Video oder Onlinegame kurz den Kopf frei zu bekommen, Filme oder Serien ĂŒber Netflix oder Amazon streamen oder schlicht und einfach um mit Familie und Freunden zu kommunizieren.Mehr erfahren„Podcast: Social Media in Deutschland – inkl. Trends fĂŒr 2018“

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